Der United States Dollar Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Währungskorb abbildet, konsolidiert am Freitag während der asiatischen Sitzung, da Händler gespannt auf die Veröffentlichung der mit Spannung erwarteten monatlichen US-Arbeitsmarktdaten warten. Unterdessen halten anhaltende geopolitische Unsicherheiten und Wetten auf mindestens eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) den Index in der Nähe der psychologisch wichtigen 100,00-Marke stabil.
In den jüngsten Entwicklungen rund um die Krise im Nahen Osten sagte ein saudischer Beamter, dass einige irakische Milizfraktionen in Abstimmung mit den vom Iran unterstützten Houthis im Jemen planen, das Königreich in naher Zukunft anzugreifen. Dies erhöht das Risiko eines breiteren regionalen Konflikts und veranlasst Händler, die geopolitische Risikoprämie erneut einzupreisen, was wiederum als wichtiger Faktor für den sicheren Hafen US-Dollar (USD) angesehen wird und ihm Rückenwind verleiht.
Unterdessen bekannten sich die Houthis zu einem Angriff auf einen saudischen Öltanker im Golf von Aden. Darüber hinaus deuteten Berichte darauf hin, dass der Iran einen Plan prüft, der US- und israelischen Schiffen die Durchfahrt durch die Straße von Hormus verbieten würde. Die jüngsten Entwicklungen führten über Nacht zu einem Anstieg der Ölpreise, was Inflationssorgen neu entfachte und hawkishe Fed-Erwartungen schürte. Dies stützt weiterhin die erhöhten Renditen von US-Anleihen und untermauert den USD zusätzlich.
Bullishe Händler scheinen jedoch zögerlich zu sein, aggressive Wetten einzugehen, und warten auf den entscheidenden US Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht, um weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed zu erhalten. Der Ausblick sowie die Schlagzeilen rund um die Krise im Nahen Osten werden eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des USD spielen. Dennoch scheint der DXY auf moderate Wochengewinne zuzusteuern, auch wenn ein Ausbruch über die Wochenrange erforderlich ist, um die Argumente für weitere Zugewinne zu untermauern.
Der DXY hält sich oberhalb des 100-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 99,74 und bewahrt damit einen leicht bullischen kurzfristigen Ton, da der Kurs nach der Erholung von den jüngsten Tiefs unter 99,80 auf dieser dynamischen Unterstützung aufsetzt. Ein Schlusskurs über diesem gleitenden Durchschnitt würde den Weg für eine weitere Erholung offen halten, während ein entscheidender Bruch unter 99,74 auf eine tiefere Korrekturphase hindeuten würde.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Die Nonfarm Payrolls (NFP) sind ein zentraler Bestandteil des monatlichen Arbeitsmarktberichts des US-amerikanischen Bureau of Labor Statistics. Dieser Indikator misst die Veränderung der Beschäftigtenzahl im Vormonat, ausgenommen der Landwirtschaft, und gilt als entscheidender Wirtschaftsindikator für die US-Wirtschaft.
Die Nonfarm Payrolls (NFP) können die Entscheidungen der Federal Reserve beeinflussen, da sie ein Maß dafür bieten, wie erfolgreich die Fed ihr Mandat erfüllt, nämlich die Förderung von Vollbeschäftigung und einer Inflationsrate von 2 %. Ein relativ hoher NFP-Wert bedeutet, dass mehr Menschen beschäftigt sind, mehr Geld verdienen und wahrscheinlich mehr ausgeben. Ein niedriger Wert könnte darauf hindeuten, dass Menschen Schwierigkeiten haben, Arbeit zu finden. Die Fed erhöht in der Regel die Zinsen, um hohe Inflation zu bekämpfen, die durch niedrige Arbeitslosigkeit entsteht, und senkt sie, um einen stagnierenden Arbeitsmarkt anzukurbeln.
Die Nonfarm Payrolls (NFP) zeigen eine enge Korrelation mit dem US-Dollar. Höhere als erwartete Beschäftigungszahlen führen in der Regel zu einem Anstieg des Dollars, während schwächere Zahlen ihn unter Druck setzen. NFP-Daten beeinflussen den Dollar, da sie Hinweise auf Inflation, geldpolitische Entscheidungen und Zinserwartungen geben. Ein starker NFP-Bericht signalisiert, dass die Federal Reserve ihre straffe Geldpolitik fortsetzen könnte, was den Dollar stützt.
Die Nonfarm Payrolls (NFP) stehen häufig in einer umgekehrten Beziehung zum Goldpreis. Steigen die Beschäftigungszahlen stärker als erwartet, wirkt sich dies in der Regel negativ auf den Goldpreis aus. Das liegt daran, dass ein Anstieg der NFP häufig den US-Dollar stärkt, und da Gold in US-Dollar gehandelt wird, wird es teurer, weniger Dollar für den Kauf einer Unze Gold zu benötigen. Zusätzlich sinkt bei höheren Zinsen, die oft von steigenden NFP unterstützt werden, die Attraktivität von Gold als Anlage im Vergleich zu Bargeld, das Zinsen abwirft.
Die Nonfarm Payrolls sind nur ein Teil eines umfassenderen Arbeitsmarktberichts und können von anderen Faktoren in den Hintergrund gedrängt werden. Oft kommt es vor, dass der Markt höhere als erwartete NFP-Zahlen ignoriert, wenn die durchschnittlichen Wochenverdienste gleichzeitig enttäuschen. In solchen Fällen wird der potenziell inflationstreibende Effekt der Hauptzahlen durch den Rückgang der Verdienste als deflationäres Signal gewertet. Auch die Erwerbsquote und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit können die Marktreaktion beeinflussen, allerdings nur in außergewöhnlichen Situationen wie der „Great Resignation“ oder der globalen Finanzkrise.