Die Strategen der Scotiabank, Shaun Osborne und Eric Theoret, sehen den US-Dollar vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank uneinheitlich bis leicht schwächer. Während am Terminmarkt weiterhin eine moderate Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung eingepreist werde, halten sie dieses Risiko für deutlich geringer.
Nach Einschätzung der Experten dürfte die Geldpolitik erst angepasst werden, wenn die laufenden Überprüfungen der operativen Abläufe der Federal Reserve abgeschlossen sind. Sollte die Notenbank die Zinsen unverändert lassen und keine Hinweise auf den weiteren Kurs geben, dürfte der US-Dollar nachgeben. Ein Rückgang des US-Dollar-Index (DXY) unter 101,10 Punkte im Tagesverlauf würde aus ihrer Sicht weiteres kurzfristiges Abwärtspotenzial signalisieren.
„Am Terminmarkt wird weiterhin eine nicht unerhebliche Wahrscheinlichkeit von 33 Prozent für eine Straffung der Geldpolitik auf der heutigen Sitzung eingepreist. Das liegt jedoch deutlich unter dem Niveau von mehr als 80 Prozent, das traditionell als Signal für eine bevorstehende Anpassung der Geldpolitik galt - zumindest vor der Warsh-Debatte.“
„Dennoch halten wir die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung heute für gering - sogar deutlich geringer, als es die Terminmärkte derzeit widerspiegeln.“
„Eine Änderung der Geldpolitik - in welche Richtung auch immer - erscheint erst nach Abschluss dieser Überprüfungen wahrscheinlich.“
„Sollte die Fed die Zinsen unverändert lassen und keine Hinweise auf den weiteren Kurs geben, dürfte der US-Dollar nachgeben.“
„Ein Rückgang des DXY unter 101,10 Punkte im Tagesverlauf würde auf weiteres kurzfristiges Abwärtspotenzial für den US-Dollar hindeuten.“