Der US-Dollar notiert am Mittwoch etwas schwächer, da die Märkte angesichts der eskalierenden Spannungen rund um den Iran und die Straße von Hormus vorsichtig bleiben. Der US-Dollar-Index (DXY) rutscht in Richtung 101,10 ab und hilft dem Euro zu einer leichten Erholung, während sich die meisten anderen wichtigen Währungspaare relativ stabil halten.
Die Risikostimmung bleibt fragil, nachdem US-Präsident Donald Trump gewarnt hatte, dass Washington iranische Infrastruktur angreifen könnte, falls der Iran ein weiteres Schiff in der Straße von Hormus attackiert. Sorgen über einen breiteren Konflikt und mögliche Störungen der globalen Energieversorgung stützen Öl und Edelmetalle.
Der DXY fällt leicht in Richtung 101,13, während sich Anleger auf die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe am Donnerstag vorbereiten. Die Anträge dürften auf 212K von 208K steigen, obwohl die Zahlen weiterhin darauf hindeuten würden, dass die Entlassungen begrenzt bleiben.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Schweizer Franken.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.12% | -0.01% | -0.02% | -0.18% | 0.02% | 0.13% | 0.19% | |
| EUR | 0.12% | 0.12% | 0.11% | -0.06% | 0.14% | 0.27% | 0.32% | |
| GBP | 0.00% | -0.12% | -0.02% | -0.17% | 0.00% | 0.14% | 0.20% | |
| JPY | 0.02% | -0.11% | 0.02% | -0.16% | 0.05% | 0.17% | 0.22% | |
| CAD | 0.18% | 0.06% | 0.17% | 0.16% | 0.21% | 0.38% | 0.38% | |
| AUD | -0.02% | -0.14% | -0.00% | -0.05% | -0.21% | 0.13% | 0.17% | |
| NZD | -0.13% | -0.27% | -0.14% | -0.17% | -0.38% | -0.13% | 0.04% | |
| CHF | -0.19% | -0.32% | -0.20% | -0.22% | -0.38% | -0.17% | -0.04% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.
EUR/USD steigt in Richtung der Zone um 1,1410, da der Greenback leicht an Boden verliert. Anleger bleiben vor der geldpolitischen Entscheidung der Europäischen Zentralbank vorsichtig. Es wird erwartet, dass die EZB den Hauptrefinanzierungssatz bei 2,40% und den Einlagensatz bei 2,25% belässt. Die Pressekonferenz von Präsidentin Christine Lagarde wird aufmerksam auf Signale zu künftigen geldpolitischen Änderungen hin beobachtet werden.
GBP/USD handelt trotz des schwächeren US-Dollars geringfügig niedriger nahe 1,3380. Dem Paar fehlt vor dem britischen GfK-Verbrauchervertrauensbericht ein starker inländischer Impuls, der sich im Juli voraussichtlich auf -21 von -23 verbessern wird.
USD/JPY bleibt nahe 163,15 nahezu unverändert und hält sich damit in der Nähe von Mehrjahrzehnthochs. Steigende Ölpreise bleiben für Japan, einen großen Energieimporteur, eine Belastung, während geopolitische Unsicherheit die Nachfrage nach dem US-Dollar stützt. Der anstehende Inflationsbericht Japans könnte die Erwartungen hinsichtlich einer weiteren Straffung der Geldpolitik der Bank of Japan beeinflussen.
AUD/USD gibt in Richtung 0,6995 nach, da Händler vor dem australischen Arbeitsmarktbericht für Juni größere Positionen meiden. Die Beschäftigung dürfte nach einem Anstieg um 40,3K im Mai um 15K zulegen. Die Arbeitslosenquote und die Erwerbsquote werden voraussichtlich unverändert bei 4,4% bzw. 66,7% bleiben.
USD/CAD fällt in Richtung 1,4090, da der Kanadische Dollar von höheren Ölpreisen profitiert. Die kanadischen Einzelhandelsumsätze dürften im Mai um 1,0% im Monatsvergleich steigen und damit von 0,5% anziehen, während die Umsätze ohne Automobile nach einem Anstieg um 0,1% voraussichtlich um 1,4% zulegen werden.
West Texas Intermediate (WTI) Öl steigt über 86,40 USD je Barrel und gewinnt mehr als 2%, da die Sorgen über die Sicherheit der Energielieferungen durch die Straße von Hormus zunehmen.
Gold klettert in Richtung 4.135 USD und legt mehr als 1% zu, da geopolitische Unsicherheit die Nachfrage nach traditionellen sicheren Häfen erhöht.
Der Arbeitsmarktbericht Australiens eröffnet eine ereignisreiche Sitzung, gefolgt von der Zinsentscheidung der EZB und der Pressekonferenz von Lagarde. Die Märkte werden außerdem die kanadischen Einzelhandelsumsätze, die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und das Verbrauchervertrauen in der Eurozone beobachten.
Im weiteren Verlauf der Sitzung werden die vorläufigen australischen EMIs für Juli, das britische Verbrauchervertrauen und der japanische VPI-Bericht für Juni veröffentlicht. Die japanische Kerninflation ohne frische Lebensmittel dürfte sich von 1,4% auf 1,6% im Jahresvergleich beschleunigen.