Die Dow Jones-Futures steigen am Mittwoch während der europäischen Handelszeiten um 0,30 % auf knapp 49.950, vor der regulären Eröffnung in den Vereinigten Staaten (USA). Unterdessen legt der S&P 500 um 0,19 % auf knapp 7.480 zu, und die Nasdaq 100-Futures gewinnen 0,41 % auf etwa 29.600.
Die US-Aktien-Futures steigen, da der S&P 500 und der Nasdaq 100 am Mittwoch bei Handelsschluss neue Rekordhochs erreichten. Technologiewerte blieben der Haupttreiber der Rally, mit bemerkenswerten Zuwächsen bei Micron Technology, Nvidia, Tesla, Apple und Alphabet.
Während der regulären US-Handelssitzung am Mittwoch fiel der Dow Jones um 0,14 %, obwohl der S&P 500 um 0,58 % zulegte und der Nasdaq 100 um 1,2 % kletterte. Die Gewinne kamen trotz neuer Daten zustande, die zeigten, dass die US-Erzeugerpreise im April mit der schnellsten Rate seit 2022 stiegen, was die Erwartungen bestärkt, dass die Federal Reserve eine hawkische Geldpolitik beibehalten könnte.
Die Händler warten auf die Schlagzeilen aus den Gesprächen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Der Fokus wird sich später am Tag auf den US-Einzelhandelsumsatzbericht für April richten.
Das US Bureau of Labor Statistics berichtete am Mittwoch, dass die Großhandelsinflation den höchsten Stand seit Ende 2022 erreichte. Der Erzeugerpreisindex (EPI) stieg im Jahresvergleich im April auf 6,0 %, nach 4,3 % im März und deutlich über den vom Markt erwarteten 4,9 %. Auf Monatsbasis stieg der EPI um 1,4 %, was das Doppelte des Vormonats von 0,7 % ist und die erwartete Steigerung von 0,5 % weit übertrifft.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.