Die auf Bitcoin spezialisierte Treasury-Firma Nakamoto hat ein aktiv gemanagtes Derivateprogramm gestartet und erweitert damit ihre Strategie um die Generierung von Erträgen aus Volatilität sowie Maßnahmen zur Absicherung gegen Kursverluste.
In einer Mitteilung vom Freitag erklärte das Unternehmen, das Programm sei bereits seit dem ersten Quartal 2026 in Betrieb. Es soll die bestehende Verwaltung der Bitcoin-Bestände ergänzen, indem es aus einem festgelegten Teil der Positionen wiederkehrende Einnahmen erzielt. Gleichzeitig zielt die Strategie darauf ab, sich gegen ungünstige Kursbewegungen bei Bitcoin abzusichern.
Im Rahmen der Struktur wird ein Teil der Bitcoin-Bestände von Nakamoto in der qualifizierten Verwahrlösung von Kraken gehalten und als Sicherheit für eine Derivatestrategie genutzt, die von Bitwise über ein separat verwaltetes Konto gesteuert wird.
„In Zusammenarbeit mit institutionellen Partnern wie Bitwise und Kraken haben wir ein diszipliniertes Rahmenwerk geschaffen, um diese Prämien systematisch und im großen Maßstab zu vereinnahmen und daraus langfristigen Mehrwert für unsere Aktionäre zu generieren“, sagte Nakamotos Chief Investment Officer Tyler Evans.
Das Programm kombiniert zwei Ansätze: einen zur Ertragsgenerierung und einen zur Absicherung. Auf der Ertragsseite verkauft Nakamoto gedeckte Calls sowie Call-Spreads auf einen Teil seiner Bitcoin-Bestände, um Prämien aus der impliziten Volatilität der Optionsmärkte zu vereinnahmen.
Ziel ist es, Kursschwankungen in wiederkehrende Einnahmen umzuwandeln, wobei Positionsgrößen und Ausübungspreise im Rahmen eines Risikomodells festgelegt werden.
Für die Absicherung setzt Nakamoto auf schützende Put-Optionen und Put-Spreads, um das Risiko fallender Kurse über definierte Zeiträume zu begrenzen. Das Unternehmen erklärte, dass die durch die Ertragsstrategie erzielten Prämien teilweise zur Finanzierung der Absicherungskosten verwendet werden könnten. Einnahmen aus dem Programm könnten zudem für weitere Bitcoin-Käufe oder andere Unternehmenszwecke eingesetzt werden.
„Dieses Programm ist nur ein Bestandteil unserer umfassenderen Bemühungen, zusätzliche Ertragsquellen für unsere Bitcoin-Bestände zu erschließen“, ergänzte Evans.
Nach Angaben von Nakamoto bleiben die als Sicherheit hinterlegten Bitcoin für Optionsgeschäfte im Eigentum des Unternehmens und werden weiterhin in den offengelegten Beständen geführt. Die eingesetzten Sicherungsderivate sollen die zentrale Bitcoin-Treasury-Strategie ergänzen.
Die Ankündigung steht im Einklang mit einem breiteren Trend unter Unternehmen mit Bitcoin-Reserven, die verstärkt nach Möglichkeiten suchen, über reines Halten hinaus zusätzliche Erträge zu erzielen.
Nakamoto kündigte an, die Ergebnisse des Programms für das erste Quartal im kommenden Quartalsbericht (Form 10-Q) offenzulegen.