Silber (XAG/USD) legt am Freitag um 0,37% zu und notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 64,70 USD, womit ein Teil der jüngsten Korrektur ausgeglichen wird. Das Edelmetall profitiert von nachlassenden Erwartungen an eine geldpolitische Straffung in den Vereinigten Staaten (USA), obwohl anhaltende Spannungen im Nahen Osten weiterhin die Sorgen über die Energiepreise schüren und den Optimismus der Anleger begrenzen.
Die jüngsten US-Inflationsdaten untermauern die Ansicht, dass der Preisdruck allmählich nachlässt. Der Erzeugerpreisindex (PPI) verlangsamte sich auf 4,7% im Jahresvergleich, während der Kern-PPI bei 4,2% lag. Diese Zahlen tragen zusammen mit den am Mittwoch veröffentlichten Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) dazu bei, die Erwartungen an eine weitere geldpolitische Straffung durch die Federal Reserve (Fed) zu dämpfen.
Laut dem CME FedWatch Tool sehen die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von rund 35% für eine Zinserhöhung auf der September-Sitzung, nach 40% unmittelbar nach der Veröffentlichung des PPI und nach einem deutlich höheren Niveau Ende Juli. Diese Verschiebung stützt Silber, da niedrigere Zinssätze die Opportunitätskosten des Haltens nicht-verzinslicher Vermögenswerte verringern.
Die Fed-Vertreter bleiben dennoch uneins. Der Präsident der Chicago Fed, Austan Goolsbee, ist der Ansicht, dass ein Teil des jüngsten Preisdrucks auf vorübergehende Faktoren zurückzuführen ist, insbesondere auf Zölle und Energie, und spricht sich für ein geduldiges Vorgehen aus. Im Gegensatz dazu hält die Präsidentin der Cleveland Fed, Beth Hammack, die Fortschritte bei der Inflation für unzureichend und meint, dass weitere Zinserhöhungen notwendig sein könnten, um die Preisstabilität zu gewährleisten.
Auch das geopolitische Umfeld bleibt ein wichtiger Treiber für XAG/USD. Die Verhandlungen zur Wiederherstellung des Verkehrs durch die Straße von Hormus kommen weiterhin nicht voran, während der Verkehr durch diese wichtige Wasserstraße und die Bab-al-Mandab-Straße weiterhin stark eingeschränkt ist. Störungen der Energieversorgung halten die Ölpreise auf erhöhtem Niveau und könnten den Inflationsdruck erneut anheizen, was die Aufgabe der Fed erschwert.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die US-Einzelhandelsumsätze für Juli, die später am Freitag veröffentlicht werden. Nach jüngsten Anzeichen einer nachlassenden Inflation und Schwäche am Arbeitsmarkt könnte ein schwächer als erwarteter Wert die Erwartungen an eine vorsichtigere Fed untermauern und Silber weiteren Auftrieb geben. Umgekehrt könnte sich bei robusten US-Konsumausgaben die Spekulation wiederbeleben, dass die Zinssätze länger erhöht bleiben werden.
Im Ein-Stunden-Chart notiert XAG/USD bei 64,67 USD und behält einen gedeckelten Ton bei, da es unter dem 100-Stunden-Simple Moving Average (SMA) bei 65,00 USD und der abwärts gerichteten Widerstandstrendlinie bei rund 65,15 USD bleibt. Das Paar liegt weiterhin über dem 200-Stunden-SMA bei 63,09 USD, was auf einen zugrunde liegenden breiteren Aufwärtstrend hindeutet, doch die aktuelle Position zwischen diesen gleitenden Durchschnitten begünstigt eine kurzfristige Konsolidierung unter dem Widerstand. Der Relative Strength Index (RSI) bei 52 deutet auf ein leicht positives Momentum hin, doch dies dämpft lediglich den Verkaufsdruck, während die darüber liegenden Niveaus den Aufwärtstrend weiterhin begrenzen.
Auf der Oberseite konzentriert sich der unmittelbare Widerstand um den 100-Stunden-SMA bei 65,00 USD und die Trendlinienbarriere bei rund 65,15 USD, wobei eine weiter entfernte horizontale Begrenzung bei 66,80 USD bei jeder stärkeren Erholung wahrscheinlich Verkäufer anziehen dürfte. Auf der Unterseite wird die anfängliche Nachfrage nahe dem 200-Stunden-SMA bei 63,09 USD erwartet, dicht gefolgt von der horizontalen Unterstützung bei 63,00 USD, deren Bruch den Weg für eine tiefere Korrektur öffnen und den breiteren konstruktiven Hintergrund für den Silberpreis schwächen würde.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)