West Texas Intermediate (WTI) – der Benchmark-Preis für US-Rohöl – startet die neue Woche positiv und erreicht während der asiatischen Handelssitzung ein neues Hoch seit dem 12. Juni im Bereich von etwa 84,40 bis 84,45 USD. Zudem untermauern die eskalierenden US-Iran-Spannungen und die Schließung der Straße von Hormus die Aussicht auf eine Fortsetzung der jüngsten Erholung von einem mehrmonatigen Tief, das Anfang Juli erreicht wurde.
Aus technischer Sicht begünstigt der Ausbruch der letzten Woche über den 200-Perioden Simple Moving Average (SMA) auf dem 4-Stunden-Chart sowie eine anschließende Bewegung über das 38,2%-Fibonacci-Retracement-Level des Rückgangs von Mai bis Juli bullisch eingestellte Händler. Hinzu kommt, dass die Momentum-Indikatoren diesen konstruktiven Ton beibehalten, wobei der Relative Strength Index (RSI) im überkauften Bereich nahe 76 pendelt und der Moving Average Convergence Divergence (MACD) im positiven Bereich verbleibt. Dies deutet darauf hin, dass der Aufwärtsdruck anhält, obwohl die Bedingungen bereits ausgereizt erscheinen.
Daher erscheint eine weitere Stärke in Richtung des 50,0%-Retracements bei etwa 85,84 USD als durchaus möglich. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Barriere würde den Weg zum 61,8%-Fibonacci-Level bei 90,28 USD ebnen, gefolgt von höheren Fibonacci-Hürden bei 96,59 USD und 104,64 USD.
Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung am 38,2%-Retracement bei 81,40 USD, wobei tiefere Rücksetzer potenziell das 23,6%-Retracement bei 75,91 USD und den zugrundeliegenden 200-Perioden-SMA bei 76,97 USD anvisieren könnten. Das zyklische Tief nahe 67,04 USD könnte als weiter entfernt liegende strukturelle Untergrenze fungieren.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.