TradingKey - Japanische und südkoreanische Aktien setzten ihre Erholung fort, wobei der KOSPI so stark anstieg, dass eine kaufseitige Handelsunterbrechung für den programmgesteuerten Handel ausgelöst wurde. Der Nikkei 225 legte leicht zu, während SK Hynix um fast 9 % nach oben schoss und Samsung Electronics sowie Kioxia beide um rund 6 % stiegen.
Während der asiatischen Handelssitzung am 15. Juli schlossen die japanischen und südkoreanischen Aktienmärkte deutlich im Plus. Insbesondere der südkoreanische Aktienmarkt verzeichnete eine außergewöhnliche Entwicklung, angeführt von einer rasanten Rally bei Chip-Aktien. Der KOSPI stieg im Tagesverlauf um über 7 % und löste eine vorübergehende 5-minütige Handelsunterbrechung für den programmgesteuerten Handel aus, bevor er schließlich mit einem Plus von 6,24 % bei 7.284,42 Punkten schloss und damit die Marke von 7.000 Punkten zurückeroberte. Samsung Electronics schloss 6,27 % höher bei 279.500 südkoreanischen Won; SK Hynix stieg um 8,83 % und kehrte mit 2.082.000 südkoreanischen Won über die Marke von 2 Millionen zurück.
KOSPI-Index-Chart, Quelle: TradingView
Verglichen mit der Euphorie am südkoreanischen Aktienmarkt entwickelte sich der japanische Aktienmarkt relativ stabil. Der Nikkei 225 Index kletterte nach dem Handelsauftakt kontinuierlich nach oben und schloss mit einem Plus von 1,49 % bei 68.751,44 Punkten; Kioxia legte um 5,79 % zu, eroberte die Marke von 70.000 zurück und schloss bei 73.100 Yen; SoftBank gab nach einem frühen Kursanstieg wieder nach und fiel um 3,26 % auf einen Schlusskurs von 6.360 Yen.
SoftBank-Aktienkurs-Chart, Quelle: TradingView
Begünstigt durch die positiven Nachrichten über eine unerwartete Abschwächung des jüngsten US-Verbraucherpreisindexes (CPI) für Juni haben sich die Sorgen des Marktes über weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve deutlich entspannt. Japanische und südkoreanische Aktien bauten ihre Gewinne aus und verzeichneten den zweiten Handelstag in Folge eine Erholung. Dies stellt jedoch keine Trendwende dar, da die Krise an der Straße von Hormus die Ölpreise weiterhin stützt, was bedeutet, dass die Inflation erneut angefacht werden könnte.