Gold (XAU/USD) handelt am Montag auf der Unterseite, belastet durch einen stärkeren US-Dollar (USD) und steigende Erwartungen, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen später in diesem Jahr anheben könnte. Händler beobachten zudem aufmerksam die laufenden US-Iran-Verhandlungen, nachdem beide Seiten letzte Woche ein 60-tägiges Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet haben.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert XAU/USD bei rund 4.123 USD, nachdem es kurzzeitig unter die Marke von 4.100 USD gefallen war.
Gold-Bullen bleiben an der Seitenlinie, da die Aussicht auf höhere Zinsen in den USA die Nachfrage nach dem US-Dollar und US-Staatsanleihen antreibt, obwohl die nachlassenden Spannungen im Nahen Osten die Ölpreise gesenkt und damit die Befürchtungen eines anhaltenden inflationsbedingten Schocks reduziert haben.
Bei der Sitzung in der vergangenen Woche bekräftigte Fed-Chef Kevin Warsh das Engagement der Zentralbank, die Inflation auf ihr Ziel von 2 % zurückzuführen, wobei die Mehrheit der Mitglieder des Federal Open Market Committee (FOMC) eine restriktivere Geldpolitik bevorzugt.
Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen misst, liegt bei etwa 101,24, dem höchsten Stand seit Mai 2025.
Die Kombination aus einem festeren US-Dollar und höheren Renditen bei Staatsanleihen hält das Edelmetall in einer Korrekturphase nach einer bemerkenswerten zweijährigen Rally, die durch geopolitische Spannungen, Käufe von Zentralbanken und Zinssenkungen der Fed befeuert wurde.
Der Fokus richtet sich nun auf die US-Daten zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE) und die endgültige Schätzung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das erste Quartal, die neue Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed geben könnten.
Sofern sich die hawkische Haltung der Fed nicht deutlich ändert, dürften die Erwartungen an höhere Zinsen über einen längeren Zeitraum eine Belastung für Gold bleiben, das sich in einem Niedrigzinsumfeld am besten entwickelt. Das CME FedWatch Tool zeigt, dass Händler eine 70%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bei der Sitzung im September einpreisen.
Dem Weekly Markets Monitor des World Gold Council zufolge könnte eine anhaltende Rally des US-Dollar-Index (DXY) über der Marke von 100 eine Verlängerung des Abwärtstrends bei Gold signalisieren.
Der Rat erklärte: „Die nächste Unterstützung läge dann bei 3.887 USD/oz bis 3.857 USD/oz, was das 38,2%-Retracement des gesamten Anstiegs von Gold seit dem Tief 2015 umfasst, wo wir nach neuen Anzeichen für einen möglichen Boden suchen würden. Sollte die Schwäche anhalten, wäre die nächste wichtige Unterstützung das Oktoberhoch 2025 bei 3.500 USD/oz.“

XAU/USD behält kurzfristig eine bärische Tendenz bei, da es unter dem 20-Tage-Bollinger-Simple-Moving-Average bei etwa 4.318,64 USD notiert.
Die Kursentwicklung tendiert zur Unterstützung des unteren Bollinger-Bands bei rund 4.043,85 USD, während der Relative Strength Index (RSI) im Tageschart im mittleren 30er-Bereich verweilt, was auf anhaltenden Abwärtsdruck und nicht auf eine eindeutige überverkaufte Kapitulation hindeutet. Ein steigender Average Directional Index (ADX) nahe 38 deutet darauf hin, dass der vorherrschende Abwärtstrend relativ stark bleibt.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand nun am 20-Tage-Bollinger-SMA bei etwa 4.318,82 USD, während das obere Band bei rund 4.593,10 USD eine weiter entfernte Begrenzung darstellt, falls sich eine korrigierende Gegenbewegung entwickelt.
Auf der Unterseite fungiert das untere Bollinger-Band bei etwa 4.044,54 USD als erste nennenswerte Unterstützung, gefolgt von der psychologisch und strukturell wichtigen horizontalen Unterstützung bei 4.000,00 USD, wo Verkäufer versucht sein könnten, Gewinne mitzunehmen und eine kurzfristige Pause im Rückgang auszulösen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Australischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.33% | 0.24% | -0.06% | 0.21% | 0.94% | 0.61% | 0.12% | |
| EUR | -0.33% | -0.10% | -0.42% | -0.15% | 0.56% | 0.26% | -0.22% | |
| GBP | -0.24% | 0.10% | -0.30% | -0.03% | 0.68% | 0.37% | -0.11% | |
| JPY | 0.06% | 0.42% | 0.30% | 0.26% | 0.99% | 0.67% | 0.17% | |
| CAD | -0.21% | 0.15% | 0.03% | -0.26% | 0.74% | 0.42% | -0.08% | |
| AUD | -0.94% | -0.56% | -0.68% | -0.99% | -0.74% | -0.29% | -0.80% | |
| NZD | -0.61% | -0.26% | -0.37% | -0.67% | -0.42% | 0.29% | -0.51% | |
| CHF | -0.12% | 0.22% | 0.11% | -0.17% | 0.08% | 0.80% | 0.51% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.