Der Silberpreis (XAG/USD) steigt während der asiatischen Handelssitzung am Donnerstag um 1,2 % auf fast 73,60 USD. Das weiße Metall erholt sich nach einem starken Ausverkauf am Mittwoch, obwohl Befürchtungen über eine verlängerte US-Blockade iranischer Seehäfen die Aussichten trüben – ein Szenario, das eintreten würde, falls die USA und der Iran keine dauerhafte Einigung erzielen.
Am Mittwoch sagte US-Präsident Donald Trump in einem Interview mit dem Programm „Pod Force One“ der New York Post, dass die maritime US-Blockade bis zum Tag der Arbeit andauern könnte, äußerte jedoch die Zuversicht, dass dieses Szenario unwahrscheinlich sei.
Da der Tag der Arbeit am 7. September stattfindet, würde eine so lange US-Blockade gegen den Iran – was bedeutet, dass kein dauerhafter Friedensvertrag zwischen den Nationen zustande kommt und die Energieflüsse durch die Straße von Hormus weiterhin eingeschränkt bleiben – für Edelmetalle und Währungen von Volkswirtschaften, die stark von Ölimporten abhängig sind, ungünstig sein.
Der Silberpreis hat seit Beginn des Kriegs im Nahen Osten unterdurchschnittlich abgeschnitten, da höhere Ölpreise weltweit inflationsbedingten Druck erzeugt haben und Händler gezwungen sind, hawkische Wetten auf die Federal Reserve (Fed) einzupreisen – eine deutliche Kehrtwende gegenüber den vor dem Krieg erwarteten zwei Zinssenkungen.
Theoretisch sind höhere Zinssätze der Fed für nicht verzinsliche Anlagen wie Silber negativ.
Auf US-Seite haben die am Mittwoch veröffentlichten besser als erwarteten US-ADP-Beschäftigungsdaten für Mai einen positiven Ton für die am Freitag anstehenden Nonfarm Payrolls (NFP) für Mai gesetzt. Die US-ADP-Beschäftigungsdaten zeigten, dass im privaten Sektor 122.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, was über den Schätzungen von 117.000 und dem vorherigen Wert von 105.000 lag.

XAG/USD notiert derzeit bei etwa 73,35 USD höher. Der kurzfristige Ton des Silberpreises bleibt jedoch bärisch, da er unter dem 20-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 76,02 USD bleibt. Die Abwärtsneigung wird zudem durch einen gedämpften Relative-Stärke-Index (RSI) um 43 verstärkt, der unter der neutralen 50er-Linie liegt und anhaltenden Verkaufsdruck statt einer bevorstehenden bullischen Umkehr signalisiert.
Auf der Oberseite stellt der 20-Tage-EMA bei 76,02 USD den unmittelbaren Widerstand dar, den die Bullen zurückerobern müssten, um den aktuellen bärischen Druck zu verringern und den Weg für eine nachhaltigere Erholung in Richtung des Hochs vom 25. Mai bei 78,83 USD zu öffnen. Nach unten könnte der Kurs auf das Tief vom 7. April bei 68,28 USD fallen, falls er das Tief vom 28. Mai bei 71,79 USD decisiv unterschreitet.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Silber ist ein Edelmetall, das bei Investoren sehr gefragt ist. Es wurde in der Vergangenheit als Wertanlage und Tauschmittel verwendet. Obwohl Silber weniger populär ist als Gold, können Anleger es wegen seines inneren Wertes zur Diversifizierung ihres Anlageportfolios oder als potenzielle Absicherung in Zeiten hoher Inflation nutzen. Anleger können Silber physisch in Form von Münzen oder Barren kaufen oder über Instrumente wie börsengehandelte Fonds handeln, die den Silberpreis an den internationalen Märkten nachbilden.
Der Silberpreis kann durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden.Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können den Silberpreis aufgrund seines Status als sicherer Hafen in die Höhe treiben, wenn auch in geringerem Maße als Gold. Als Vermögenswert ohne Zinsen steigt der Silberpreis tendenziell, wenn die Zinssätze sinken. Seine Bewegungen hängen auch von der Entwicklung des US-Dollars (USD) ab, der wiederum von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden kann. Ein starker Dollar hält den Silberpreis tendenziell niedrig, während ein schwächerer Dollar den Preis wahrscheinlich nach oben treibt. Andere Faktoren wie die Investitionsnachfrage, das Minenangebot - Silber wird viel häufiger abgebaut als Gold - und die Recyclingquoten können sich ebenfalls auf die Preise auswirken.
Silber wird häufig in der Industrie verwendet, insbesondere in Bereichen wie Elektronik und Solarenergie, wo es eine der höchsten elektrischen Leitfähigkeiten aller Metalle aufweist - höher als die von Kupfer und Gold. Ein Anstieg der Nachfrage kann zu höheren Preisen führen, während ein Rückgang tendenziell zu niedrigeren Preisen führt. Die Dynamik der Volkswirtschaften der USA, Chinas und Indiens kann ebenfalls zu Preisschwankungen beitragen: In den USA und insbesondere in China wird Silber in verschiedenen Prozessen der großen Industriezweige eingesetzt; in Indien spielt auch die Nachfrage der Verbraucher nach dem Edelmetall für Schmuck eine wichtige Rolle bei der Preisbildung.
Der Silberpreis folgt in der Regel den Bewegungen des Goldpreises. Wenn der Goldpreis steigt, folgt der Silberpreis in der Regel diesem Trend, vor allem weil beide als sichere Anlage gelten. Das Gold-Silber-Verhältnis, das angibt, wie viele Unzen Silber benötigt werden, um den Wert einer Unze Gold zu erreichen, kann helfen, die relative Bewertung der beiden Metalle zu bestimmen. Einige Anleger halten ein hohes Verhältnis für einen Indikator dafür, dass Silber unterbewertet und Gold überbewertet ist. Umgekehrt könnte ein niedriges Verhältnis darauf hindeuten, dass Gold im Vergleich zu Silber unterbewertet ist.