Der Silberpreis (XAG) steigt während der europäischen Handelssitzung am Mittwoch um 2 % auf rund 75,20 USD. Das weiße Metall erholt sich von seinem fast zweiwöchigen Tief bei 73,10 USD, das am Vortag erreicht wurde. Der Ausblick für den Silberpreis bleibt jedoch bärisch, da die Renditen von US-Staatsanleihen aufgrund der Erwartungen, dass die Federal Reserve (Fed) in diesem Jahr die Leitzinsen anheben wird, fest bleiben.
Die Renditen der 10-jährigen US-Anleihen erreichten im Tagesverlauf ein neues Hoch von über einem Jahr bei 4,69 %, während die Renditen der 30-jährigen US-Staatsanleihen auf 5,2 % sprangen, dem höchsten Stand seit der Subprime-Krise.
Theoretisch verringern höhere Renditen bei zinstragenden Anlagen die Nachfrage nach nicht renditeträchtigen Vermögenswerten wie Silber.
Das CME FedWatch-Tool zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed in diesem Jahr mindestens eine Zinserhöhung vornimmt, bei 56,3 % liegt – eine deutliche Kehrtwende gegenüber den zwei Zinssenkungen, die vor Beginn des Krieges im Nahen Osten erwartet wurden.
Dovishe Fed-Wetten sind zurückgegangen, da der US-Inflationsdruck aufgrund der hohen Ölpreise zugenommen hat. Die US-Verbraucherpreisindex (CPI)-Daten zeigten letzte Woche, dass die Gesamtinflation auf 3,8 % im Jahresvergleich (YoY) beschleunigt hat, den höchsten Stand seit fast drei Jahren.
Höhere US-Staatsanleihenrenditen haben auch den US-Dollar (USD) gestärkt. Im europäischen Handel erreicht der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, ein neues Sechs-Wochen-Hoch bei 99,47.
Theoretisch macht ein höherer US-Dollar den Silberpreis für Investoren zu einer ungünstigen Risiko-Rendite-Wette.
Für weitere Hinweise zum US-Zinsausblick warten Anleger auf das Protokoll des Offenmarktausschusses (FOMC) der April-Sitzung, das um 18:00 GMT veröffentlicht wird.
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XAG/USD notiert höher bei rund 75,20 USD; der kurzfristige Ton bleibt jedoch bärisch, da der Kurs unter dem 20-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei rund 78,05 USD bleibt.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) bei etwa 46 liegt unter der Mittellinie, was auf ein gedämpftes bullisches Momentum hinweist und die Annahme verstärkt, dass Erholungen wahrscheinlich auf Verkaufsdruck an nahegelegenen Widerstandsniveaus stoßen werden.
Das weiße Metall befindet sich an einem Scheideweg nahe der aufwärts geneigten Begrenzung der aufsteigenden Dreiecksformation bei rund 75,20 USD. Ein weiterer Rückgang in Richtung 70,00 USD erscheint wahrscheinlich, falls der Silberpreis sein fast zweiwöchiges Tief bei 73,10 USD nicht halten kann. Nach oben hin wird der 20-Tage-EMA als dynamische Barriere fungieren; ein Durchbruch darüber ist erforderlich, um den Abwärtsdruck zu verringern.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
FOMC steht für das Federal Open Market Committee, das 8 Treffen im Jahr organisiert und wirtschaftliche und finanzielle Bedingungen mustert. Sie definiert die geeignete Ausrichtung der Geldpolitik und beurteilt die Risiken in den langfristigen Zielen der Preisstabilität und des nachhaltiges Wirtschaftswachstums. FOMC Protokolle werden durch den Vorstand der Federal Reserve veröffentlicht und sind ein klarer Hinweis auf die zukünftige US-Zinspolitik .
Nächste Veröffentlichung: Mi Mai 20, 2026 18:00
Häufigkeit: Unregelmäßig
Prognose: -
Vorher: -
Quelle: Federal Reserve
Das Protokoll des Federal Open Market Committee (FOMC) wird in der Regel drei Wochen nach dem Tag der politischen Entscheidung veröffentlicht. Anleger suchen in dieser Publikation neben dem Abstimmungsverhalten nach Hinweisen auf den politischen Ausblick. Ein bullischer Ton dürfte dem Greenback Auftrieb geben, während eine dovish Haltung als USD-negativ gilt. Es ist zu beachten, dass sich die Marktreaktion auf das FOMC-Protokoll verzögern kann, da die Nachrichtenagenturen im Gegensatz zum Politikstatement des FOMC keinen Zugriff auf die Veröffentlichung vor der Herausgabe haben.