Gold (XAU/USD) startet die Woche unter Druck und bewegt sich nahe einem Einmonatstief, da hawkische Zinserwartungen das renditeschwache Metall angesichts der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten weiterhin belasten. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert XAU/USD bei rund 4.560 USD und liegt damit fast 1,10 % im Minus gegenüber dem Vortag.
Die Marktstimmung bleibt angesichts der Unsicherheit über die Zukunft der US-iranischen Friedensgespräche fragil, während die Spannungen eskalieren. Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, dass zwei Raketen ein US-Marinefahrzeug in der Nähe der Insel Jask getroffen hätten, nachdem es angeblich Warnungen der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) ignoriert hatte, anzuhalten.
Der Vorfall folgt auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump einer Marineinitiative namens „Project Freedom“, die darauf abzielt, gestrandete Handelsschiffe durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Als Reaktion darauf warnte Teheran, US-Streitkräfte anzugreifen, sollten diese versuchen, sich der Wasserstraße zu nähern oder sie zu betreten. Ein US-Beamter bestritt jedoch laut Axios, dass ein amerikanisches Schiff getroffen worden sei.
Unterdessen bleiben die diplomatischen Bemühungen ins Stocken geraten. Washington hat Irans überarbeiteten 14-Punkte-Vorschlag abgelehnt und ein Gegenangebot vorgelegt, das derzeit in Teheran geprüft wird, wobei nukleare Differenzen weiterhin ungelöst sind.
Während ein Waffenstillstand offenbar hält, zieht sich der Konflikt ohne klares Ende hin. Anhaltende Lieferunterbrechungen in der Straße von Hormus halten die Ölpreise auf hohem Niveau und erhalten die globalen Inflationsrisiken aufrecht.
Der daraus resultierende Energieschock erhöht den Druck auf die Zentralbanken, insbesondere die Federal Reserve (Fed), die Kreditkosten länger hoch zu halten oder sogar zu verschärfen, falls der Inflationsdruck zunimmt. Dies treibt wiederum die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben und belastet das renditeschwache Metall.
Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Fed voraussichtlich die Zinsen in diesem Jahr unverändert lässt, während die Märkte nun für das nächste Jahr Zinserhöhungen einpreisen, wobei die Wahrscheinlichkeit für Januar 2027 von nahezu null vor einer Woche auf 20 % gestiegen ist.
Gleichzeitig stützen anhaltende geopolitische Spannungen und wachsende hawkische Fed-Erwartungen den US-Dollar (USD), was den Druck auf das auf Dollar lautende XAU/USD weiter erhöht.
Mit Blick auf die Zukunft werden Händler die Entwicklungen zwischen den USA und Iran sowie die bevorstehenden US-Wirtschaftsdaten genau beobachten, um neue Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed zu erhalten. Fed-Vertreter sind ebenfalls für Reden im Laufe der Woche eingeplant.
Der US-Wirtschaftskalender umfasst am Dienstag den ISM Services Purchasing Managers Index (PMI) und die JOLTS-Stellenangebote, gefolgt vom ADP-Beschäftigungsbericht am Mittwoch, den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe am Donnerstag und dem Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht am Freitag.

Im 4-Stunden-Chart hält sich XAU/USD knapp über dem unteren Bollinger-Band bei 4.533,56 USD, doch der Preis bleibt unter dem 20-Perioden-Bollinger-Simple-Moving-Average um 4.594 USD gedeckelt, was den kurzfristigen Ton bärisch hält. Der Relative Strength Index (14) bewegt sich nahe 39 und weist auf schwaches Momentum nach einem gescheiterten Erholungsversuch in Richtung Mitte der 4.600er-Marke hin.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am Bollinger-Mittelband nahe 4.594 USD, gefolgt vom oberen Band um 4.655 USD, mit einer stärkeren Barriere auf dem horizontalen Niveau von 4.850 USD. Auf der Unterseite entspricht die unmittelbare Unterstützung dem unteren Bollinger-Band bei 4.534 USD, vor der zuvor gezogenen horizontalen Unterstützung bei 4.400 USD, wo Käufer voraussichtlich mehr Interesse zeigen würden, falls der Rückgang sich fortsetzt.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)