USD/CHF handelt am Montag um 0,7840, ein Tagesplus von 0,28%, gestützt von einer erneuten Welle der Risikoaversion, die den US-Dollar (USD) stärkt. Sorgen über eine mögliche Eskalation im Nahen Osten dominieren die Markstimmung nach widersprüchlichen Berichten über einen Vorfall mit einem US-Kriegsschiff in der Straße von Hormus. Obwohl einige US-Quellen einen direkten Raketenangriff bestritten, veranlasst die anhaltende Unsicherheit die Investoren, ihre Exponierung gegenüber riskanteren Anlagen zu reduzieren.
Die Spannungen eskalierten, nachdem die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, dass zwei Raketen ein US-Kriegsschiff nahe der Straße von Hormus angriffen, nachdem es angeblich Warnungen Teherans ignoriert hatte. Der Vorfall ereignet sich in einem bereits sensiblen Kontext, nachdem die USA einen Plan zur Sicherung der Schifffahrt durch das Gebiet vorgestellt hatten.
US-Beamte bestritten jedoch einen direkten Angriff, während iranische Quellen angaben, es handele sich um eine Warnschuss ohne bestätigte Schäden. Diese Unsicherheit hält die Märkte angespannt, zumal Iran warnte, dass jede US-Einmischung als Verletzung des Waffenstillstands betrachtet würde.
Der US-Dollar profitiert von diesen defensiven Zuflüssen und gewinnt gegenüber seinen wichtigsten Konkurrenten. Der Anstieg der Ölpreise, getrieben von diesen geopolitischen Spannungen, verstärkt die Bewegung zusätzlich, da Investoren mögliche Störungen der globalen Energieversorgung erwarten.
In diesem Kontext bleiben Händler vor wichtigen US-Datenveröffentlichungen vorsichtig, insbesondere dem ADP-Beschäftigungsbericht und vor allem den Nonfarm Payrolls (NFP) am Freitag. Diese Zahlen sowie Reden mehrerer Federal Reserve (Fed)-Vertreter sollen weitere Klarheit über den geldpolitischen Ausblick nach dem hawkischen Ton der letzten Woche bringen.
Auf Schweizer Seite bleiben die Fundamentaldaten des Schweizer Franken (CHF) solide, was dessen Abwärtspotenzial gegenüber dem Greenback begrenzt. Jüngste Daten zeigten eine Verbesserung der Industrieaktivität, wobei der SVME Einkaufsmanager-Index (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im April auf 54,5 stieg. Laut Commerzbank hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) jedoch nur begrenzten Spielraum, die Währung nachhaltig zu schwächen. Die Bank weist darauf hin, dass groß angelegte Interventionen erforderlich wären, um den Kursverlauf des Schweizer Franken zu beeinflussen, eine Option, die aufgrund von Bilanzrisiken und politischen Zwängen als unwahrscheinlich gilt.
Daher könnte die strukturelle Widerstandsfähigkeit des Schweizer Franken trotz der derzeitigen Unterstützung des US-Dollars durch die Nachfrage nach sicheren Häfen kurzfristig weitere Aufwärtsbewegungen bei USD/CHF begrenzen.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Australischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.17% | 0.27% | 0.06% | 0.17% | 0.31% | 0.24% | 0.30% | |
| EUR | -0.17% | 0.07% | -0.11% | 0.00% | 0.14% | 0.07% | 0.12% | |
| GBP | -0.27% | -0.07% | -0.19% | -0.06% | 0.08% | -0.01% | 0.07% | |
| JPY | -0.06% | 0.11% | 0.19% | 0.08% | 0.19% | 0.13% | 0.18% | |
| CAD | -0.17% | -0.01% | 0.06% | -0.08% | 0.12% | 0.04% | 0.12% | |
| AUD | -0.31% | -0.14% | -0.08% | -0.19% | -0.12% | -0.09% | -0.03% | |
| NZD | -0.24% | -0.07% | 0.01% | -0.13% | -0.04% | 0.09% | 0.07% | |
| CHF | -0.30% | -0.12% | -0.07% | -0.18% | -0.12% | 0.03% | -0.07% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.