Gold fällt auf nahe 4.450 USD, da Inflationsängste und Zinserhöhungsaussichten die Nachfrage belasten

Quelle Fxstreet
  • Der Goldpreis fällt am frühen Montag im asiatischen Handel auf rund 4.460 USD.
  • Ängste vor Inflation und die Aussicht auf höhere Zinssätze belasten den Goldpreis.
  • China hat seine Goldreserven im 16. Monat in Folge ausgeweitet.

Der Goldpreis (XAU/USD) fällt am frühen Montag im asiatischen Handel auf rund 4.460 USD. Das Edelmetall steht weiterhin unter Verkaufsdruck angesichts eines stärkeren US-Dollars (USD), steigender Anleiherenditen und Inflationssorgen im Zusammenhang mit Energiepreisen.

Anhaltende Konflikte im Nahen Osten treiben die Energiepreise nach oben und verringern die Erwartungen an Zinssenkungen in den USA. Dies könnte kurzfristig das renditelose Gold belasten. Die Federal Reserve (Fed) beließ die Zinssätze nach ihrer Sitzung im März letzte Woche unverändert in einer Zielspanne von 3,50 % bis 3,75 %. Die mittlere Projektion des „Dot Plots“ deutet weiterhin auf eine Zinssenkung um 25 Basispunkte (bps) im Jahr 2026 hin, obwohl einige Beamte inzwischen für dieses Jahr gar keine Senkungen mehr erwarten.

Andererseits könnte die Nachfrage großer Zentralbanken das gelbe Metall stützen. Die offiziellen Goldreserven Chinas haben mit 2.309 Tonnen einen Rekord erreicht, nachdem die People's Bank of China (PBoC) 16 Monate in Folge Gold gekauft hat. Es ist erwähnenswert, dass eine höhere Nachfrage aus China den Goldpreis anheben könnte, da China der weltweit größte Produzent von Edelmetallen ist.

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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