Silber (XAG/USD) notiert am Mittwoch niedriger und schwebt zum Zeitpunkt der Erstellung bei 85,30 USD, was einem Rückgang von 2,12 % im Tagesverlauf entspricht. Das Edelmetall hat Schwierigkeiten, seine jüngsten Gewinne auszubauen, da eine Erholung des US-Dollars (USD) und höhere US-Staatsanleihenrenditen die Nachfrage nach zinslosen Anlagen belasten.
Der US-Dollar stärkt sich nach den neuesten Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten (US). Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Februar um 0,3 % gegenüber dem Vormonat, was eine Beschleunigung von 0,2 % im Januar darstellt und den Markterwartungen entspricht. Im Jahresvergleich blieb die Gesamtinflation stabil bei 2,4 %.
Die Kerninflation, die volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, stieg um 0,2 % gegenüber dem Vormonat und blieb im Jahresvergleich unverändert bei 2,5 %. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die inflationären Druckverhältnisse moderat bleiben, aber dennoch über dem Ziel von 2 % der Federal Reserve (Fed) liegen.
Vor diesem Hintergrund erwarten die Anleger, dass die Federal Reserve (Fed) in den kommenden Monaten eine vorsichtige Haltung zur Geldpolitik beibehält. Diese Aussicht unterstützt die Renditen von US-Staatsanleihen und schränkt die Attraktivität von Edelmetallen wie Silber ein.
Unterdessen profitiert der US-Dollar auch von der Nachfrage nach Liquidität inmitten erhöhter geopolitischer Unsicherheit. Die Risiken von Störungen in der Straße von Hormuz, einer wichtigen globalen Öltransportroute, bleiben ein großes Anliegen für die Energiemärkte. Iranische Beamte warnten, dass die Ölpreise auf bis zu 200 USD pro Barrel steigen könnten, wenn sich der Konflikt verschärft, während mehrere Schiffsvorfälle gemeldet wurden.
In Reaktion darauf gab die Internationale Energieagentur (IEA) die Entscheidung bekannt, rund 400 Millionen Barrel Öl aus strategischen Reserven der Mitgliedsländer freizugeben, um den steigenden Energiepreisen entgegenzuwirken.
Die Aussicht auf anhaltend hohe Energiepreise schürt Bedenken hinsichtlich der globalen Inflation, was die Perspektiven für geldpolitische Lockerungen komplizieren könnte. In diesem Umfeld setzen ein fester US-Dollar und höhere Renditen weiterhin eine Obergrenze für die Aufwärtsdynamik von Silber, trotz anhaltender geopolitischer Spannungen.
Silber ist ein Edelmetall, das bei Investoren sehr gefragt ist. Es wurde in der Vergangenheit als Wertanlage und Tauschmittel verwendet. Obwohl Silber weniger populär ist als Gold, können Anleger es wegen seines inneren Wertes zur Diversifizierung ihres Anlageportfolios oder als potenzielle Absicherung in Zeiten hoher Inflation nutzen. Anleger können Silber physisch in Form von Münzen oder Barren kaufen oder über Instrumente wie börsengehandelte Fonds handeln, die den Silberpreis an den internationalen Märkten nachbilden.
Der Silberpreis kann durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden.Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können den Silberpreis aufgrund seines Status als sicherer Hafen in die Höhe treiben, wenn auch in geringerem Maße als Gold. Als Vermögenswert ohne Zinsen steigt der Silberpreis tendenziell, wenn die Zinssätze sinken. Seine Bewegungen hängen auch von der Entwicklung des US-Dollars (USD) ab, der wiederum von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden kann. Ein starker Dollar hält den Silberpreis tendenziell niedrig, während ein schwächerer Dollar den Preis wahrscheinlich nach oben treibt. Andere Faktoren wie die Investitionsnachfrage, das Minenangebot - Silber wird viel häufiger abgebaut als Gold - und die Recyclingquoten können sich ebenfalls auf die Preise auswirken.
Silber wird häufig in der Industrie verwendet, insbesondere in Bereichen wie Elektronik und Solarenergie, wo es eine der höchsten elektrischen Leitfähigkeiten aller Metalle aufweist - höher als die von Kupfer und Gold. Ein Anstieg der Nachfrage kann zu höheren Preisen führen, während ein Rückgang tendenziell zu niedrigeren Preisen führt. Die Dynamik der Volkswirtschaften der USA, Chinas und Indiens kann ebenfalls zu Preisschwankungen beitragen: In den USA und insbesondere in China wird Silber in verschiedenen Prozessen der großen Industriezweige eingesetzt; in Indien spielt auch die Nachfrage der Verbraucher nach dem Edelmetall für Schmuck eine wichtige Rolle bei der Preisbildung.
Der Silberpreis folgt in der Regel den Bewegungen des Goldpreises. Wenn der Goldpreis steigt, folgt der Silberpreis in der Regel diesem Trend, vor allem weil beide als sichere Anlage gelten. Das Gold-Silber-Verhältnis, das angibt, wie viele Unzen Silber benötigt werden, um den Wert einer Unze Gold zu erreichen, kann helfen, die relative Bewertung der beiden Metalle zu bestimmen. Einige Anleger halten ein hohes Verhältnis für einen Indikator dafür, dass Silber unterbewertet und Gold überbewertet ist. Umgekehrt könnte ein niedriges Verhältnis darauf hindeuten, dass Gold im Vergleich zu Silber unterbewertet ist.