Die Devisen- und Rohstoffanalysten der Commerzbank sehen weiterhin robuste chinesische Importe von Eisenerz und Kupfererz. Das deutet auf eine steigende inländische Kupferproduktion hin – und das trotz negativer Verarbeitungsgebühren. Gleichzeitig könnte eine Iran-bedingte Blockade von Schwefelexporten aus der Golfregion die Versorgung mit Schwefelsäure im Kongo gefährden und damit den dortigen Kupfererzabbau beeinträchtigen, der bereits rund 14 Prozent der weltweiten Produktion ausmacht.
Chinesische Erzimporte treffen auf mögliche Engpässe im Kongo
„Die chinesischen Metallimporte sind in diesem Jahr mit gemischten Signalen gestartet. Die Eisenerzimporte widersetzten sich erneut dem rückläufigen Trend der Stahlproduktion und stiegen im Januar und Februar im Jahresvergleich um zehn Prozent.“
„Auch die Importe von Kupfererz und -konzentraten lagen mit einem Plus von 4,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Mit rund 2,5 Millionen Tonnen pro Monat lag das Niveau allerdings nur leicht unter dem der vorherigen Monate. Zu Jahresbeginn fallen die Importe aufgrund der Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr üblicherweise geringer aus als im restlichen Jahr.“
„Im Gegensatz dazu sanken die Importe von Rohkupfer und Kupferprodukten im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent und lagen mit rund 350.000 Tonnen pro Monat ebenfalls deutlich unter dem Niveau der vergangenen Monate.“
„Obwohl Produktionszahlen erst in der kommenden Woche veröffentlicht werden, deuten die Importdaten darauf hin, dass die Kupferproduktion in China weiter steigt. Dies gilt trotz der Tatsache, dass die Schmelz- und Raffiniergebühren im Februar negativ blieben, was bedeutet, dass Kupferschmelzen den Minen eine Prämie zahlen müssen, um das Kupfer verarbeiten zu dürfen.“
„Da die Golfregion ein wichtiger Produzent von Schwefel ist, der wegen seiner Lage an der Straße von Hormus derzeit kaum die Weltmärkte erreichen kann, könnte es in den kommenden Wochen zu Produktionsproblemen beim Kupfererz im Kongo kommen.“


