Der Euro (EUR) notiert während der europäischen Handelssitzung am Dienstag 0,2% tiefer bei fast 1,1593 gegenüber dem US-Dollar (USD). Das wichtige Währungspaar steht unter Druck, da der US-Dollar seine Konkurrenten übertrifft, weil die Erwartungen zunehmen, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen in naher Zukunft anheben wird.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung steigt der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, um 0,2% auf fast 99,60.
Hawkische Fed-Erwartungen werden durch das Bekenntnis der Fed gestützt, dass sie handeln wird, um die Inflation auf das 2%-Ziel zu senken.
Analysten bei Rabobank stellen fest, dass Fed-Chef Kevin Warsh in seiner ersten Rede beim jährlichen Jackson-Hole-Symposium „den Anschein erweckte, einen Teil seiner Glaubwürdigkeit als Inflationsbekämpfer wiederherzustellen“, indem er betonte, dass die Fed noch „Arbeit zu leisten“ habe, um die Inflation wieder auf ihr 2%-Ziel zu bringen. Sie argumentieren, dass die Äußerungen „eine wichtige Veränderung“ gegenüber der Kommunikationsstrategie darstellen, die er seit seinem Amtsantritt verfolgt habe, wobei Warsh erstmals als Vorsitzender ausdrücklich seine Unzufriedenheit mit den jüngsten Inflationsentwicklungen zum Ausdruck brachte.
Rabobank hebt hervor, dass Warsh zudem signalisiert habe, dass er für weitere Zinserhöhungen offen sei, sofern sich die zugrunde liegende Inflation nicht überzeugender verbessere. Wie er es formulierte: „Wir müssen davon überzeugt sein, dass sich die zugrunde liegende Inflation klar und mit ausreichendem Tempo in Richtung unseres Ziels bewegt. Andernfalls haben wir noch Arbeit zu leisten.“
Unterdessen richten Anleger ihren Fokus auf die US-Daten zum ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe für August und die US-JOLTS-Stellenangebote für Juli, die um 14:00 Uhr GMT veröffentlicht werden.
Auf der Eurozonen-Seite liegt der vorläufige Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HICP) für August mit 3,3% gegenüber dem Vorjahr (YoY) höher als erwartet, nach 2,9% im Juli. Das Wachstum des Kern-HICP kühlte sich auf 2,4% ab, während erwartet worden war, dass es bei 2,5% unverändert bleibt.

Im Vier-Stunden-Chart notiert EUR/USD bei 1,1594 und behält damit kurzfristig einen bärischen Ton bei, da das Paar unter dem exponentiellen 20-Perioden-Durchschnitt (EMA) bei 1,1618 bleibt. Das Paar wird durch diesen kurzfristigen EMA-Widerstand gedeckelt, während der Relative Strength Index (RSI) bei 36 unterhalb der neutralen Marke bleibt und damit auf anhaltenden Abwärtsdruck statt auf einen überverkauften Zustand hindeutet.
Auf der Oberseite wird der unmittelbare Widerstand durch den 20-Perioden-EMA bei 1,1618 definiert, der zurückerobert werden müsste, um die aktuelle bärische Tendenz zu mildern und eine nachhaltigere Erholung zu ermöglichen. Nach unten dürfte das Niveau von 1,1580 als wichtiger Unterstützungsbereich dienen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) erfasst die Preisveränderungen eines repräsentativen Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen innerhalb der Eurozone. Er wird monatlich von Eurostat veröffentlicht und gilt als harmonisiert, da in allen Mitgliedstaaten eine einheitliche Methodik verwendet wird und die jeweiligen Länder entsprechend ihres wirtschaftlichen Gewichts in die Berechnung einfließen. Der Jahresvergleich (Year-over-Year, YoY) zeigt, wie sich die Preise im aktuellen Berichtsmonat im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres entwickelt haben. Ein hoher HVPI-Wert wird in der Regel als positiv (bullish) für den Euro (EUR) gewertet, ein niedriger Wert dagegen als negativ (bärisch).
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Di Sept. 01, 2026 09:00 (Zuvor)
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Quelle: Eurostat