GBP/JPY notiert den dritten Tag in Folge weitgehend unverändert, da es den Käufern nicht gelungen ist, das Niveau von 217,00 entscheidend zu durchbrechen, was den Weg für weiteres Aufwärtspotenzial öffnen könnte. Dadurch wurde das Kreuzpaar auf den Mittelpunkt der Handelsspanne von 216,08-216,85 gedrückt,
Der Tages-Chart zeigt, dass GBP/JPY neutral tendiert, obwohl die Kurse über den 50-, 100- und 200-Tage-Simple-Moving-Averages (SMAs) liegen, die jeweils bei 215,96, 215,09 und 212,95 verlaufen.
Das Momentum wird durch den Relative Strength Index (RSI) gemessen, der ebenfalls darauf hindeutet, dass GBP/JPY bullisch ist, allerdings hat dieses nachgelassen, da sich der Index der neutralen Marke von 50 nähert. Daher dürfte das Kreuzpaar seitwärts tendieren.
Für eine bullische Fortsetzung liegt der erste Widerstand bei 217,00. Ein Durchbruch darüber würde das Hoch vom 9. Juli bei 218,01 freilegen, gefolgt vom Jahreshoch bei 219,61.
Auf der anderen Seite eröffnet ein Bruch des 50-Tage-SMA bei 215,96 den Weg, den 100-Tage-SMA vor 215,00 zu testen. Darunter liegt die nächste Unterstützung bei der psychologischen Marke von 214,00.

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.