NZD/USD handelt am Montag um 0,5910 und damit zum Zeitpunkt der Erstellung praktisch unverändert. Der neuseeländische Dollar (NZD) erhält weiterhin etwas Unterstützung durch verbesserte chinesische Aktivitätsdaten, doch die Bewegung bleibt begrenzt, da sich Anleger auf die Entscheidung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) am Mittwoch vorbereiten.
Chinas National Bureau of Statistics (NBS) meldete, dass der Einkaufsmanager-Index (EMI) für das verarbeitende Gewerbe im August auf 49,8 von 49,2 im Juli gestiegen ist und damit die Erwartungen von 49,7 übertroffen hat. Trotz der stärker als erwarteten Verbesserung bleibt der Indikator unter der Schwelle von 50, die Expansion von Kontraktion in der Industrieproduktion trennt. Der EMI für das nicht-verarbeitende Gewerbe blieb unverändert bei 49 und damit ebenfalls im Kontraktionsbereich.
Die chinesischen Daten bieten dem neuseeländischen Dollar dennoch moderate Unterstützung, da zwischen Neuseeland und China enge Handelsbeziehungen bestehen. Eine Verbesserung der chinesischen Aktivität stärkt tendenziell die Aussichten für neuseeländische Exporte, obwohl die aktuellen EMI-Werte darauf hindeuten, dass die wirtschaftliche Dynamik in China weiterhin fragil bleibt.
Im Inland richten sich die Anleger nun auf die bevorstehende RBNZ-Entscheidung. Das NZIER Monetary Policy Shadow Board empfiehlt der Zentralbank, den Official Cash Rate (OCR) im September um 25 Basispunkte anzuheben. Händler werden auch die Hinweise zum künftigen Zinspfad beobachten, da die Aussicht auf einen weiteren Straffungsschritt bis zum Jahresende den NZD stützen könnte.
Diese Aussicht wird teilweise durch die jüngste Verschlechterung des neuseeländischen Geschäftsklimas ausgeglichen. Der ANZ Business Confidence Index fiel im August auf 53,7 von zuvor 56,1, während der Activity Outlook von 49,3 auf 48,2 sank, was auf eine gewisse Abschwächung der inländischen Wirtschaftsaussichten hindeutet.
Auf der US-Seite profitiert der US-Dollar (USD) von dem hawkischen Ton, den Federal Reserve (Fed)-Vorsitzender Kevin Warsh auf dem Jackson-Hole-Symposium angeschlagen hat. Warsh betonte, dass die jüngsten besser als erwarteten Inflationsdaten nicht ausreichen, um eine dauerhafte Verbesserung des zugrunde liegenden Preisdrucks zu belegen, und deutete an, dass die Zentralbank noch Arbeit vor sich hat, falls sich die Inflation nicht ausreichend in Richtung ihres Ziels bewegt.
Laut dem CME FedWatch Tool sehen die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von rund 62% für eine Zinserhöhung der Fed im September, ein deutlicher Anstieg nach Warshs Kommentaren. Diese Neubewertung des Ausblicks für die US-Geldpolitik stützt den Greenback und hilft dem NZD/USD, sich trotz der ermutigenderen chinesischen Daten um 0,5910 zu halten.
Die Aufmerksamkeit dürfte sich vor der am Mittwoch anstehenden Entscheidung der RBNZ und vor den wichtigen US-Arbeitsmarktdaten am Freitag allmählich darauf verlagern. Der Bericht zu den Nonfarm Payrolls (NFP) und die Arbeitslosenquote könnten die Erwartungen rund um die nächste Entscheidung der Fed verändern und damit den nächsten Richtungsimpuls für den US-Dollar gegenüber dem Kiwi bestimmen.
Im Stundenchart notiert NZD/USD bei 0,5911 und behält einen leicht bärischen kurzfristigen Ton bei, da das Paar unter dem 100-Perioden-Simple-Moving-Average (SMA) bei 0,5946 und dem 200-Perioden-SMA bei 0,5949 bleibt. Das Paar versucht, sich knapp über der nahegelegenen horizontalen Nachfrage bei 0,5900 zu stabilisieren, während der Relative Strength Index (RSI) bei 35,9 nahe dem überverkauften Bereich liegt und darauf hindeutet, dass der Verkaufsdruck etwas an Momentum verlieren könnte, ohne jedoch bereits eine klare Trendwende zu signalisieren.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei 0,5930, gefolgt von den gebündelten 100-Perioden- und 200-Perioden-SMAs bei 0,5946 und 0,5949, während weiter oben bei 0,5967 eine stärkere Begrenzung wartet. Auf der Unterseite befindet sich die unmittelbare Unterstützung bei 0,5900, vor einem wichtigeren Boden bei 0,5860, dessen Bruch wahrscheinlich den Weg für einen tieferen Rückgang des Paares öffnen würde.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)