EUR/CAD wertet nach drei Tagen mit Gewinnen ab und handelt während der europäischen Handelsstunden am Dienstag um 1,1570. Das Paar verliert an Boden, da der Euro (EUR) nach der Veröffentlichung der deutschen ZEW-Umfragedaten gedämpft bleibt.
Die deutsche ZEW-Umfrage – Aktuelle Lage lag im August bei -61,1, nach den erwarteten -68,8 und dem Juli-Wert von -77,6. Die Konjunkturerwartungen kamen im August auf 34,2 und übertrafen damit die Schätzungen von 30,0 sowie den Juli-Wert von 26,3. In der Zwischenzeit verbesserte sich auch die ZEW-Umfrage – Konjunkturerwartungen in der Eurozone auf 31,4 und lag damit über den Schätzungen von 25,4 und dem vorherigen Wert von 23,4.
Das Paar EUR/USD wertet ab, da der US-Dollar (USD) angesichts der eskalierenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran durch Safe-Haven-Flüsse Boden hält. US-Präsident Donald Trump erklärte, er habe kein Interesse daran, das auslaufende Abkommen mit dem Iran zu erneuern, verwies auf die aktive Seeblockade iranischer Häfen als Druckmittel und bekräftigte seine Absicht, die wichtige Wasserstraße zum vollständigen amerikanischen Territorium zu erklären.
Der Greenback könnte jedoch unter Druck geraten, da die hawkishen Erwartungen rund um die Federal Reserve nachlassen. Ein jüngster, unerwarteter Rückgang der US Nonfarm Payrolls im Juli zusammen mit moderaten Verbraucherpreisinflationsdaten hat die Argumente für eine baldige geldpolitische Straffung geschwächt. Folglich zeigen Daten des CME FedWatch Tool, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed bei der nächsten Sitzung auf 36,6% gefallen ist, nach 48,4% vor einer Woche.
Analysten bei MUFG/BTMU weisen darauf hin, dass der US-Dollar sich "heute leicht erholt hat, wobei der Fokus eindeutig auf der Verschlechterung der Stimmung am Anleihemarkt liegt." Sie heben hervor, dass sich die "Renditen von US-Staatsanleihen weiter deutlich nach oben bewegt haben und die 30-jährige Rendite seit der FOMC-Sitzung am 29. Juli nun um 25 Basispunkte höher liegt," wobei die 30-jährige "heute Morgen bei 5,32%" notiert und damit "den höchsten Stand seit 2007" markiert. MUFG/BTMU fügen hinzu, dass die "Versteilung der Renditekurve in den USA und anderswo eine klare Dynamik zeigt," was den Wandel in der globalen Duration-Dynamik unterstreicht, der die jüngste Bewegung des Dollars stützt.