NZD/USD gibt am Mittwoch zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels auf rund 0,5865 nach und liegt damit 0,25% im Minus. Der neuseeländische Dollar (NZD) bleibt gegenüber dem US-Dollar (USD) unter Druck, während die Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten (US) am Devisenmarkt nur eine begrenzte Reaktion auslösen.
In den Vereinigten Staaten ging die Inflation, gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI), im Juli laut dem Bureau of Labor Statistics (BLS) auf 3,4% YoY zurück, nach 3,5% im Juni. Der Wert entspricht den Markterwartungen. Auf Monatsbasis stiegen die Preise um 0,1%, nachdem sie im Juni um 0,4% gefallen waren.
Die Kerninflation, die die volatilen Komponenten Lebensmittel und Energie ausschließt, steigt um 0,2% MoM und 2,5% YoY. Auch diese Zahlen entsprechen den Prognosen und begrenzen ihren Einfluss auf die Erwartungen hinsichtlich des geldpolitischen Ausblicks der Federal Reserve (Fed).
Die Reaktion des Greenback bleibt daher verhalten. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des US-Dollars gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen misst, gibt nach der Veröffentlichung leicht nach. Das Ausbleiben einer größeren Überraschung bei den Inflationsdaten liefert keinen neuen Impuls, der die Erwartungen an die nächsten geldpolitischen Entscheidungen der Fed wesentlich verändern könnte.
Die Marktstimmung bleibt jedoch an der geopolitischen Front fragil. Reuters berichtet unter Berufung auf eine hochrangige iranische Quelle, dass derzeit keine Gespräche über eine Verlängerung des Waffenstillstands zwischen Washington und Teheran geführt werden. Laut der Quelle ist Iran der Ansicht, dass es kein offizielles Startdatum für den Waffenstillstand gebe und daher auch nichts zu verlängern sei.
Der Bericht dämpft die Hoffnungen auf eine rasche Deeskalation. Angriffe auf Schiffe, die versuchen, die Straße von Hormus und Bab el-Mandeb zu durchqueren, schüren ebenfalls die Sorgen, während US-Präsident Donald Trump Teheran auffordert, den Opfern von Angriffen im Zusammenhang mit der Islamischen Republik Entschädigungen zu zahlen. Dieses vorsichtige Umfeld begrenzt die Nachfrage nach risikosensiblen Währungen wie dem neuseeländischen Dollar.
In Neuseeland sorgt die innenpolitische Unsicherheit für zusätzliche Vorsicht beim NZD. Der neuseeländische Premierminister Christopher Luxon übersteht am Mittwoch innerhalb von vier Monaten eine zweite Führungsherausforderung. Weniger als drei Monate vor der Parlamentswahl verdeutlicht der Vorfall die Spannungen innerhalb der National Party und fügt dem Kiwi eine weitere Unsicherheitsquelle hinzu.
Laut Strategen von TD Securities bot der US-VPI-Bericht für Juli ein nuanciertes Bild des Inflationsdrucks. Sie heben hervor, dass „die Warenpreise im Juli darauf hindeuten, dass die Weitergabe der Zölle robust war, wobei einige vom Handel betroffene Kategorien anziehen. Dennoch bleibt die Weitergabe moderat.“ Innerhalb des Warenkorbs gehörten „Fahrzeugpreise, Kommunikation, Freizeit und andere Waren zu den wichtigsten Treibern der Stärke“, doch insgesamt erwartet TD, dass die Daten „in eine etwas schwächere Kern-PCE-Inflation von 0,18 % m/m münden“.
Aus geldpolitischer Sicht argumentiert TD Securities, dass „der heutige Bericht der Fed weiterhin Erleichterung hinsichtlich der Notwendigkeit einer strafferen Geldpolitik verschaffen sollte, zumindest auf kurze Sicht“. Sie verweisen auf „Anzeichen einer Normalisierung bei den Dienstleistungspreisen sowie eine weiterhin unter Kontrolle bleibende Weitergabe der Zölle“ als Entwicklungen, die „gut für die Sorgen über eine hartnäckige Kerninflation sprechen“, und bekräftigen damit ihre Ansicht, dass „die Fed ihren geldpolitischen Kurs in diesem Jahr unverändert lassen wird“.
Die Marktreaktion fiel verhalten aus, wobei TD feststellt, dass „die Märkte nach dem Juli-Bericht relativ unverändert bleiben, wobei die Preisbildung für eine Zinserhöhung bei der September-Sitzung weiterhin knapp unter 50 % liegt“. Ihrer Einschätzung nach „stützt der Wert die Erwartung eines Fed-Holds“, obwohl sie warnen, dass sie „vor der September-Sitzung noch auf weitere Daten warten, da die Fed die Hürde für eine Zinserhöhung gesenkt hat“. Sie weisen zudem darauf hin, dass „der PPI-Bericht gewisse Risiken für unsere vorläufige PCE-Prognose von 0,18 % m/m birgt“, was die Bedeutung der kommenden Daten für die Erwartungsbildung unterstreicht.
Im Stundenchart notiert NZD/USD um 0,5864 und behält damit kurzfristig einen leicht bärischen Bias bei, da der Kurs sowohl unter dem 100-Perioden-Simple-Moving-Average (SMA) bei 0,5879 als auch unter dem 200-Perioden-SMA bei 0,5878 bleibt. Das Paar pendelt knapp über der nahegelegenen horizontalen Unterstützung bei 0,5860, während der Relative Strength Index (14) bei 43 leicht nach unten tendiert, was auf ein gedämpftes bullishes Momentum hindeutet und angesichts der gedeckelten Lage unter den gleitenden Durchschnitten eine weitere Konsolidierung oder leichte Schwäche begünstigt.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 200-Perioden-SMA nahe 0,5878, dicht gefolgt vom 100-Perioden-SMA bei 0,5879, wodurch sich vor der nächsten horizontalen Barriere bei 0,5909 und dem höheren Widerstandsniveau bei 0,5930 eine enge Intraday-Angebotszone bildet. Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung bei 0,5860; ein Bruch nach unten würde die nächsten Unterstützungen bei 0,5825 und 0,5760 freilegen, wo Käufer voraussichtlich wieder auftauchen, um die breitere Range zu verteidigen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)