Silber (XAG/USD) beschleunigt seinen Anstieg am Mittwoch und notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 66,00 USD, was einem Tagesplus von 2,18% entspricht. Das weiße Metall profitiert von einem Rückgang des US-Dollars (USD) und der Renditen von US-Staatsanleihen nach der Veröffentlichung der jüngsten Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten (USA), während geopolitische Unsicherheit die Nachfrage nach sicheren Häfen weiterhin stützt.
Der US-Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Juli um 0,1% gegenüber dem Vormonat, nachdem er im Juni um 0,4% gefallen war, während die Jahresrate von 3,5% auf 3,4% nachgab. Beide Werte entsprechen den Markterwartungen. Die Kerninflation, die volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausklammert, stieg um 0,2% gegenüber dem Vormonat und um 2,5% im Jahresvergleich und lag damit ebenfalls im Rahmen der Prognosen.
Die Marktreaktion fällt zugunsten von Silber aus. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen misst, gibt nach der Veröffentlichung leicht nach. Auch die Renditen von US-Staatsanleihen sinken, wobei die Rendite 2-jähriger Anleihen um rund vier Basispunkte auf etwa 4,18% fällt.
Niedrigere Anleiherenditen stützen in der Regel nicht renditeträchtige Edelmetalle wie Silber, da sie deren Opportunitätskosten senken. Gleichzeitig macht ein schwächerer US-Dollar das in Dollar denominierte Metall für Anleger, die andere Währungen verwenden, günstiger.
Die Inflationsdaten verändern den geldpolitischen Ausblick jedoch nicht grundlegend. Da die Gesamtinflation weiterhin über dem 2%-Ziel der Federal Reserve (Fed) liegt und die hohen Ölpreise die Aufwärtsrisiken für die Inflation aufrechterhalten, rechnen Anleger weiterhin damit, dass die Geldpolitik restriktiv bleiben wird. Dennoch sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September laut dem CME FedWatch Tool auf rund 38% von 44% vor der Veröffentlichung.
Das geopolitische Umfeld bietet Silber zusätzlichen Rückenwind. Laut Reuters sagt eine hochrangige iranische Quelle, dass derzeit keine Gespräche über eine Verlängerung des Waffenstillstands zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten stattfinden. Die Quelle behauptet zudem, Washington habe das vorläufige Abkommen 48 Stunden nach dessen Zustandekommen verletzt, bevor es sich wenige Tage später daraus zurückgezogen habe.
Diese Spannungen halten die Unsicherheit über eine dauerhafte Normalisierung der Lage im Nahen Osten und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus aufrecht. Die daraus resultierenden höheren Ölpreise bleiben eine potenzielle Quelle inflationsbedingten Drucks und stützen gleichzeitig die Nachfrage nach sicheren Anlagen. Diese Kombination aus einem leicht schwächeren US-Dollar, niedrigeren Renditen von US-Staatsanleihen und anhaltenden geopolitischen Risiken ermöglicht es Silber, am Mittwoch ein starkes bullishes Momentum beizubehalten.
Im Stundenchart notiert XAG/USD bei 66,03 USD und behält damit eine bullishe kurzfristige Tendenz bei, da es über dem 100-Stunden-Simple Moving Average (SMA) bei 64,04 USD und dem 200-Stunden-SMA bei 61,68 USD bleibt. Das Metall notiert zudem weiterhin über einer aufwärts gerichteten Trendlinien-Unterstützung, die derzeit bei rund 65,57 USD verläuft, was die konstruktive Struktur nach dem jüngsten Anstieg untermauert. Das Momentum ist positiv, aber nicht extrem, wobei der Relative Strength Index (RSI) über 14 Perioden nahe 59 liegt, was auf ein anhaltendes Kaufinteresse hindeutet, ohne dass bereits überkaufte Bedingungen erreicht wären.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung an der Trendlinie bei 65,57 USD, gefolgt von einer tieferen Absicherung beim 100-Stunden-SMA um 64,04 USD und dem 200-Stunden-SMA bei 61,68 USD. Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand an der horizontalen Barriere bei 66,80 USD; ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke würde den Weg für weitere Gewinne öffnen, während ein Scheitern beim Überwinden dieser Marke eine Konsolidierung zurück in Richtung der nahegelegenen Trendlinien-Unterstützung auslösen könnte.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)