Das Währungspaar AUD/USD setzt seine konsolidierende Kursbewegung nun schon den dritten Tag in Folge fort und notiert während der frühen europäischen Sitzung am Mittwoch im Bereich der mittleren 0,7000er. Der hawkische Ausblick der Reserve Bank of Australia (RBA) wirkt weiterhin als Rückenwind für den Aussie, obwohl ein moderater US-Dollar (USD) das Währungspaar deckelt.
Der USD-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Währungskorb abbildet, behält seine Wochengewinne bei, da Inflationsrisiken infolge volatiler Ölpreise die Argumente für mindestens eine Zinserhöhung durch die Federal Reserve (Fed) stützen. Dies sowie anhaltende geopolitische Unsicherheiten untermauern den Status des Greenback als sicherer Hafen und tragen dazu bei, das Aufwärtspotenzial des Paares AUD/USD zu begrenzen.
Aus technischer Sicht haben sich die Kassakurse damit schwergetan, das Momentum über den einfachen 100-Tage-Durchschnitt (SMA) hinaus auszudehnen und den 50%-Fibonacci-Retracement-Level des Rückgangs von Mai bis Juni zu überwinden. Dies deutet darauf hin, dass sich der Aufwärtsfortschritt verlangsamt, aber noch nicht umkehrt, da die Momentum-Indikatoren auf dem Tages-Chart kurzfristig weiterhin leicht bullisch ausgerichtet sind.
Tatsächlich deuten ein fester Relative Strength Index (RSI) um 58 und ein positiver, wenn auch moderater, Wert des Moving Average Convergence Divergence (MACD) darauf hin, dass das zugrunde liegende Momentum weiterhin eher für einen allmählichen Anstieg als für einen tieferen Pullback spricht. Ein nachhaltiger Anstieg über das 50%-Retracement nahe 0,7071 würde den Ausblick bestätigen und das Währungspaar AUD/USD bis zum 61,8%-Niveau bei 0,7120 anheben.
Sollten die Bullen den Anstieg ausweiten, liegen die nächsten relevanten Barrieren bei 0,7189 und 0,7276. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung beim 100-Tage-SMA um 0,7054, vor einem Fibonacci-Cluster bei 0,7023 und 0,6963. Unterdessen wird bei einer stärkeren Korrektur des Paares AUD/USD eine tiefere Nachfrage beim 200-Tage-SMA nahe 0,6931 und beim strukturellen Tief um 0,6867 erwartet.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Inflationäre oder deflationäre Tendenzen werden erfasst, indem regelmäßig die Preise eines repräsentativen Warenkorbs aus Gütern und Dienstleistungen zusammengezählt und als Verbraucherpreisindex (VPI) dargestellt werden. Diese VPI-Daten werden monatlich erhoben und vom US-Arbeitsministerium veröffentlicht. Der Jahresvergleich (Year-over-Year, YoY) stellt die Preise im aktuellen Referenzmonat denen desselben Monats des Vorjahres gegenüber. Der VPI gilt als wichtiger Indikator zur Messung der Inflation und der Entwicklung der Kaufkraft. In der Regel wird ein hoher Wert als positiv (bullish) für den US-Dollar (USD) bewertet, während ein niedriger Wert als negativ (bärisch) gilt.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Mi Aug. 12, 2026 12:30
Häufigkeit: Monatlich
Prognose: 3.4%
Vorher: 3.5%
Quelle: US Bureau of Labor Statistics
Die US-Notenbank (Fed) verfolgt ein doppeltes Mandat: die Sicherstellung von Preisstabilität und maximaler Beschäftigung. Gemäß diesem Auftrag sollte die Inflation bei etwa 2 % im Jahresvergleich liegen. Doch genau dieser Aspekt stellt seit der Pandemie – die die Weltwirtschaft nachhaltig beeinflusst – die größte Herausforderung für die Zentralbank dar. Der Preisdruck bleibt hoch, da anhaltende Lieferkettenprobleme und Engpässe die Teuerung weiter anheizen. Gleichzeitig verharrt der Verbraucherpreisindex (CPI) auf einem Mehrjahreshoch. Die Fed hat bereits erste Maßnahmen ergriffen, um die Inflation einzudämmen, und wird ihre restriktive Geldpolitik voraussichtlich auch in absehbarer Zukunft beibehalten.