Das Paar NZD/USD schwankt während der asiatischen Sitzung am Dienstag zwischen verhaltenen Gewinnen und leichten Verlusten und handelt derzeit knapp unter der Marke von 0,5900. Die Spotpreise bleiben jedoch innerhalb einer vertrauten Spanne gefangen, die in der vergangenen Woche oder so gehalten hat, und warten auf einen neuen Katalysator, bevor die nächste Etappe einer Richtungsbewegung beginnt. Daher wird der Fokus in dieser Woche weiterhin auf den weiteren Entwicklungen rund um die Krise im Nahen Osten und den jüngsten US-Inflationsdaten liegen.
Der wichtige US-Verbraucherpreisindex (VPI) und der Erzeugerpreisindex (EPI) werden am Mittwoch bzw. Donnerstag veröffentlicht, wobei nach weiteren Hinweisen auf den künftigen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank (Fed) gesucht wird. Dies wiederum wird eine Schlüsselrolle bei der kurzfristigen Kursdynamik des US-Dollars (USD) spielen und dem Paar NZD/USD einen gewissen Impuls verleihen. In der Zwischenzeit hält der gemischte fundamentale Hintergrund Händler davon ab, aggressive Wetten auf den USD einzugehen.
Der enttäuschende US-Bericht zu den Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft (NFP) zwang die Anleger, ihre Erwartungen an eine unmittelbare Zinserhöhung durch die Fed zurückzuschrauben. Inflationsrisiken, die von volatilen Ölpreisen aufgrund des Iran-Krieges ausgehen, stützen jedoch die Aussichten auf mindestens eine Zinserhöhung der Fed im Jahr 2026. Der Ausblick bleibt unterstützend für erhöhte Renditen von US-Staatsanleihen, was zusammen mit schwindenden Hoffnungen auf ein US-Iran-Abkommen weiterhin als Rückenwind für den sicheren Hafen Greenback wirkt und das Paar NZD/USD begrenzt.
Der Iran schloss künftige Verhandlungen mit Trump aus und erklärte, dass er bis zum Ende der Amtszeit des US-Präsidenten am 20. Januar 2029 warten werde, um die Gespräche wieder aufzunehmen, was die Hoffnungen auf eine rasche Wiedereröffnung der Straße von Hormus dämpft. Darüber hinaus bleibt der Verkehr durch die Bab-el-Mandeb-Straße aufgrund der von Iran unterstützten Seeblockade der Houthis gegen Saudi-Arabien stark eingeschränkt. Dies spricht für USD-Bullen, obwohl die hawkische Tendenz der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) tiefere Verluste für das Paar NZD/USD begrenzen könnte.
Strategen bei BBH bleiben für den Kiwi konstruktiv und argumentieren, dass "NZD noch Spielraum hat, gegenüber den meisten wichtigen Währungen weiter leicht zuzulegen." Sie verweisen auf "über dem Ziel liegende Inflation, einen günstigeren inländischen Wachstumsausblick und einen Leitzins nahe dem unteren Ende der neutralen Spanne der RBNZ (2,20%-4,10%)" als Faktoren, die "für zusätzliche Zinserhöhungen der RBNZ sprechen." Vor diesem Hintergrund merkt BBH an, dass "die Swaps-Kurve in den nächsten zwölf Monaten fast 100 Basispunkte kumulativer Straffung auf 3,50% einpreist," was die Ansicht untermauert, dass die geldpolitischen Erwartungen die Währung weiterhin stützen.
Das Paar NZD/USD konsolidiert weiterhin in einer seit über einer Woche bestehenden Spanne, wodurch der kurzfristige Bias neutral bleibt. Der Fokus liegt weiterhin darauf, ob die Spotpreise eine Bewegung weg vom Bereich um 0,5880 aufrechterhalten können, um die nächste Richtungsbewegung zu definieren. Ein anhaltender Anstieg würde den Weg für einen Test der jüngsten kleinen Intraday-Hochs öffnen, während ein Bruch nach unten aus der aktuellen Konsolidierungszone die vorherigen Vier-Stunden-Tiefs als nächstes bärisches Ziel freilegen würde.
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Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.