Der australische Dollar (AUD) steht gegenüber seinen wichtigsten Währungspendants unter Verkaufsdruck und notiert während der asiatischen Handelssitzung am Dienstag 0,15 % tiefer bei rund 112,20 gegenüber dem japanischen Yen (JPY).
Der Antipode gerät unter Druck, da die Reserve Bank of Australia (RBA) den Official Cash Rate (OCR) zum zweiten Mal in Folge unverändert bei 4,35 % belassen hat.
Die Finanzmärkte hatten bereits erwartet, dass die RBA am Status quo festhalten würde, da die australische Inflation im zweiten Quartal dieses Jahres niedriger als prognostiziert ausgefallen war.
Laut TD Securities befindet sich die RBA nun fest im "Pause-and-observe-Modus", da die "Geldpolitik als restriktiv angesehen wird", die heimische "Aktivität (insbesondere der Wohnungsmarkt) als Reaktion auf frühere Zinserhöhungen nachlässt" und "die volle Wirkung früherer Zinserhöhungen noch nicht zu spüren ist". Die Strategen weisen darauf hin, dass der "geringer als erwartete bereinigte Median-CPI für Q2 der RBA Spielraum gibt, bei der Sitzung im August zu pausieren", und fügen hinzu, dass die OIS-Märkte "nahezu 0 % Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung einpreisen". Vor diesem Hintergrund erklärt TD Securities: "Wir erwarten, dass die RBA den Leitzins bei 4,35 % belässt (Konsens: 4,35 %)."
Vorerst warten Anleger auf die Äußerungen von RBA-Gouverneurin Michele Bullock zum geldpolitischen Ausblick, deren Pressekonferenz für 05:30 GMT angesetzt ist.
Unterdessen notiert der japanische Yen (JPY) am Dienstag gegenüber seinen wichtigsten Pendants höher, doch schwache Daten zur Leistungsbilanz für Juni haben Sorgen über den wirtschaftlichen Ausblick geweckt.
Am Montag berichtete das japanische Finanzministerium (MoF), dass die Leistungsbilanz des Landes überraschend im ersten Mal seit Januar 2025 ins Defizit gerutscht ist. Das Defizit belief sich auf 92,3 Mrd. JPY, während erwartet worden war, dass der Überschuss bei 1.512 Mrd. JPY bleibt. Im Mai hatte der Leistungsbilanzüberschuss bei 3.968,3 Mrd. JPY gelegen.