Der AUD/USD befindet sich seit Juli im Aufwärtstrend. Nach Einschätzung von Jane Foley, Senior-Devisenstrategin bei Rabobank, ist dafür vor allem der schwächere US-Dollar verantwortlich. Im Vergleich zu den übrigen G10-Währungen liegt der Australische Dollar allerdings lediglich im Mittelfeld. Gleichzeitig haben sich die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der Reserve Bank of Australia (RBA) verschoben. Dabei spielen insbesondere die robusten Arbeitsmarktdaten und die niedrigere Inflation im zweiten Quartal eine wichtige Rolle. Foley hält eine weitere Zinserhöhung im November weiterhin für möglich und hat die Drei-Monats-Prognose für den AUD/USD auf 0,71 angehoben.
„Trotz des heutigen Rückgangs befindet sich der AUD/USD seit Anfang Juli in einem leichten Aufwärtstrend. Die Bewegung ist größtenteils auf den schwächeren US-Dollar zurückzuführen, denn in diesem Zeitraum liegt die Entwicklung des Australischen Dollars im Vergleich zu den übrigen G10-Währungen genau im Mittelfeld. Allerdings haben sich die Markterwartungen hinsichtlich möglicher weiterer Zinserhöhungen der RBA in diesem Jahr in dieser Zeit deutlich verändert und dem Australischen Dollar damit eine gewisse Richtung vorgegeben.“
„Nach Einschätzung von Rabo besteht weiterhin das Risiko einer weiteren Zinserhöhung im November dieses Jahres. Der Markt wird darauf hoffen, dass die geldpolitische Sitzung der RBA am 11. August mehr Klarheit über die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinsschritte bringt. Wir rechnen für den AUD/USD auf Sicht von zwölf Monaten weiterhin mit einem moderaten Aufwärtspotenzial. Ausschlaggebend dafür sind vor allem unsere Erwartung eines etwas schwächeren US-Dollars und unsere Einschätzung, dass die Erwartungen an Zinserhöhungen der Fed überzogen sind.“
„Wir haben unsere Drei-Monats-Prognose für den AUD/USD von 0,70 auf 0,71 angehoben.“
„Während die Entwicklung des AUD/USD in den kommenden Monaten weiterhin von den Erwartungen an die Geldpolitik der RBA und den wahrgenommenen Inflationsrisiken bestimmt werden dürfte, lenken die heute besser als erwartet ausgefallenen australischen Handelsdaten den Blick zugleich auf strukturelle Entwicklungen innerhalb der Wirtschaft.“
„Mit Blick auf die kurzfristigen Auswirkungen auf den Australischen Dollar dürften die Daten allerdings kaum eine stärkere Reaktion auslösen als die geldpolitischen Signale der RBA am 11. August.“