Die Strategen der Scotiabank, Shaun Osborne und Eric Theoret, sehen das Währungspaar EUR/USD weiterhin in einer engen Handelsspanne im mittleren bis oberen Bereich von 1,13. Stabile Zinserwartungen für die Europäische Zentralbank (EZB) sowie unterstützende Renditedifferenzen begrenzen den Abwärtsdruck. Gleichzeitig deutet die zunehmend negative Entwicklung bei den Risk Reversals auf eine steigende Nachfrage nach Absicherungen gegen einen schwächeren Euro hin. Aus charttechnischer Sicht bleibt das Währungspaar zwischen einer Unterstützung im unteren Bereich von 1,13 und einem Widerstand bei rund 1,1480 gefangen. Für den nächsten klaren Trendimpuls wäre ein Ausbruch aus dieser Spanne erforderlich.
„Auf der fundamentalen Seite beschränkten sich die Veröffentlichungen auf die deutschen Importpreise, die zur dritten Datenreihe zählen. Sie deuten darauf hin, dass der zuvor durch Energiepreise ausgelöste Anstieg seinen Höhepunkt erreicht haben könnte, nachdem die Jahresrate über 6 % gestiegen war. Die Erwartungen an die EZB-Zinsen bleiben nach dem jüngsten Rückgang stabil und stützen den Euro über die Renditedifferenzen. Kurzfristig richtet sich der Blick vor allem auf die USA und den Zinsentscheid der US-Notenbank um 14.00 Uhr US-Ostküstenzeit.“
„Der Optionsmarkt sendet allerdings ein eher besorgniserregendes Signal. Dies folgt auf die Verschlechterung der spekulativen Positionierung, die aus den jüngsten Daten der US-Terminmarktaufsicht CFTC hervorgeht.“
„Die Risk Reversals rutschen immer tiefer in den negativen Bereich und nähern sich den Tiefständen von Ende Juni. Das zeigt, dass Anleger zunehmend bereit sind, einen Aufpreis für den Schutz vor einer Abschwächung des Euro zu zahlen.“
„Das Bild bleibt bearish bis neutral. Der RSI zeigt erste Anzeichen einer Erholung, notiert mit einem Wert unter 50 aber weiterhin im negativen Bereich und liegt zugleich über den vorherigen Tiefs im oberen 30er-Bereich. Die seit Juni bestehende Handelsspanne wird auf der Unterseite durch eine Unterstützung im unteren Bereich von 1,13 und auf der Oberseite durch einen Widerstand nahe 1,1480 begrenzt. Wir warten auf einen Ausbruch.“