Das Währungspaar GBP/USD hat Mühe, aus der starken Aufwärtsbewegung des Vortags bis zum Wochentief Kapital zu schlagen, und gibt während des asiatischen Handels am Donnerstag nach. Die Spotpreise handeln derzeit um die Mitte der 1,3300er-Marke, liegen damit für den Tag um über 0,10% im Minus und scheinen die Erholung vom am Dienstag erreichten fast Vierwochentief vorerst gestoppt zu haben.
Der US-Dollar (USD) gewinnt nach dem Rückgang des Vortags infolge der FOMC-Sitzung auf ein über ein Wochentief wieder etwas positive Dynamik und erweist sich als ein Schlüsselfaktor, der Druck auf das Währungspaar GBP/USD ausübt. Wie weithin erwartet, hielt die US-Notenbank (Fed) die Zinssätze am Ende ihrer zweitägigen Sitzung am Mittwoch unverändert. Die Zentralbank verzichtete jedoch darauf, eine aggressivere Haltung in der Geldpolitik einzunehmen, was wiederum den Greenback stark belastete.
Gleichzeitig fiel der unveränderte Zinsentscheid alles andere als einstimmig aus, da es bei einer 9:3-Abstimmung drei Gegenstimmen gab, was auf eine tief gespaltene Zentralbank hindeutete. Darüber hinaus preisen Händler angesichts der sich rasch verändernden Inflationsdynamik aufgrund volatiler Ölpreise weiterhin eine höhere Wahrscheinlichkeit für mindestens eine Zinserhöhung bis zum Jahresende ein. Dies sowie eine weitere Eskalation der Spannungen im Nahen Osten helfen dem sicheren Hafen USD, einige Käufer bei Rücksetzern anzuziehen, und werden als Belastung für das Währungspaar GBP/USD gesehen.
Händler könnten sich jedoch mit aggressiven Richtungswetten zurückhalten und abwarten, bis später am heutigen Tag die entscheidende geldpolitische Entscheidung der Bank of England (BoE) ansteht. Darauf folgen wichtige US-Makroveröffentlichungen – der Vorabschätzung des BIP für das zweite Quartal und der Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE). Abgesehen davon werden die eingehenden geopolitischen Schlagzeilen eine Schlüsselrolle dabei spielen, die Kursdynamik des USD zu beeinflussen und rund um das Währungspaar GBP/USD einige bedeutende Handelsmöglichkeiten zu schaffen.
Die Bank of England (BoE) trifft ihre Zinsentscheidung am Ende jeder ihrer acht regulären Sitzungen pro Jahr. Verfolgt die BoE einen restriktiven (hawkischen) Kurs in Bezug auf die Inflation und hebt die Zinsen an, wird das in der Regel als positiv (bullish) für das britische Pfund (GBP) gewertet. Umgekehrt gilt: Eine lockere (dovishe) Haltung mit gleichbleibenden oder sinkenden Zinssätzen wird meist als negativ (bearish) für das GBP interpretiert.
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Quelle: Bank of England