Der Hold erfolgte um 18:00 GMT mit einer 9-3-Stimme, wobei die Zielspanne unverändert bei 3,50% bis 3,75% blieb und drei stimmberechtigte Mitglieder eine sofortige Anhebung um einen Viertelprozentpunkt bevorzugten. Der Loonie nahm der Notierung nach der Schlagzeile rund 30 Pips ab und drückte sie von einem Hoch an der 1,4100-Marke auf ein Tagestief knapp über 1,4050. Kanadische Faktoren spielten dabei überhaupt keine Rolle, was eher die Regel als die Ausnahme ist.
Bewegt hat sich die erwartete Differenz und nicht die veröffentlichte: Eine Zinserhöhung der Bank of Canada im Dezember ist seit den Mitte-Juli-Erfassungen vollständig eingepreist, und die Federal Reserve hat mit dieser Sitzung gerade mehr als ein Drittel einer Zinserhöhung zurückerstattet. Das Briefing um 18:30 GMT kann das wieder aufheben, da die drei Gegenstimmen dem Vorsitzenden ein Mandat geben, auf September zu verweisen, wo die Preisbildung bereits mit etwa drei Vierteln Wahrscheinlichkeit mindestens eine Anhebung einpreist.

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.