Euro hält sich unter 1,1400 gegenüber dem US Dollar, da die Fed-Zinsentscheidung bevorsteht

Quelle Fxstreet
  • Euro kämpft unter 1,1400 vor der Zinsentscheidung der Fed.
  • Die Märkte rechnen weitgehend damit, dass die Fed die Zinsen unverändert lässt, obwohl das Risiko einer Zinserhöhung bestehen bleibt.
  • Ölpreise erholen sich, da die Kämpfe im Nahen Osten wieder aufflammen und die Inflationssorgen hoch bleiben.

EUR/USD kämpft am Mittwoch unter 1,1400, da sich Händler auf die Zinsentscheidung der Federal Reserve (Fed) um 18:00 GMT einstellen, während der Krieg im Nahen Osten die Volatilität an den Finanzmärkten anheizt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert das Paar bei rund 1,1393 und damit kaum verändert gegenüber dem Vortag.

US-Präsident Donald Trump drohte nach einem iranischen Raketenangriff auf einen US-Stützpunkt in Jordanien mit massiven militärischen Maßnahmen gegen Teheran. Die erneuten Feindseligkeiten folgten auf eine kurze Pause bei den Angriffen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran.

Die Ölpreise stiegen am Mittwoch kräftig und machten damit einen dreitägigen Ausverkauf zunichte, da eine Rückkehr zu normalen Schifffahrtsrouten durch die Straße von Hormus zunehmend in weiter Ferne schien. West Texas Intermediate (WTI) notiert bei rund 83 USD und damit mehr als 5% höher als am Vortag

Der US-Dollar legte zunächst nach Trumps Äußerungen zu, gab später jedoch einen Teil seiner Gewinne wieder ab, da sich Händler vor der geldpolitischen Ankündigung der Fed an die Seitenlinie begaben. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen abbildet, notiert bei rund 101,35, nachdem er im Tagesverlauf ein Hoch von 101,49 erreicht hatte.

Es wird allgemein erwartet, dass die Fed die Zinsen unverändert in der Spanne von 3,50%-3,75% belässt. Allerdings bleibt das Risiko einer Zinserhöhung bestehen, falls die Entscheidungsträger zu dem Schluss kommen, dass eine stärkere Reaktion erforderlich ist, um die durch Energiepreise getriebene Inflation einzudämmen. Das CME FedWatch Tool zeigt, dass Händler die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung um 25 Basispunkte mit rund 30% einpreisen.

Da bei dieser Sitzung keine aktualisierten Wirtschaftsprognosen oder Dot Plot anstehen, werden die Stimmenverteilung und die Äußerungen von Fed-Chef Kevin Warsh genau beobachtet, um den künftigen Zinspfad zu bestimmen.

Eine überraschende Zinserhöhung würde den US-Dollar stärken und EUR/USD erneut unter Verkaufsdruck setzen. Umgekehrt könnte eine weniger hawkishe Botschaft den Greenback belasten und EUR/USD helfen, die psychologisch wichtige Marke von 1,1400 zurückzuerobern.

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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