Das Paar USD/CAD weitet seinen Abwärtstrend am Montag während der asiatischen Handelsstunden auf rund 1,4005 aus. Steigende Rohölpreise geben dem rohstoffgebundenen Kanadischen Dollar (CAD) gegenüber dem US-Dollar (USD) etwas Unterstützung. Händler bereiten sich auf die Veröffentlichung der kanadischen Verbraucherpreisindex-Daten (VPI) später am Montag vor.
The Guardian berichtete am Montag, dass US-Präsident Donald Trump erklärte, die jüngsten US-Angriffe auf den Iran würden zu Ehren der in den letzten Tagen getöteten US-Soldaten durchgeführt. Unterdessen erklärte die Islamische Revolutionsgarde Irans (IRGC), dass die Straße von Hormus für petrochemische Produkte oder den Transit von „einem einzigen Tropfen Öl und Gas“ nicht sicher sein werde, solange die US-Aktionen in der Region andauerten. Das iranische Militär fügte hinzu, dass es US-Flugzeuge am Flughafen Aqaba in Jordanien mit ballistischen Raketen ins Visier genommen habe.
In Bahrain ertönten Luftalarm-Sirenen, nachdem der Iran eine neue Welle ballistischer Raketen und Einweg-Angriffs-Drohnen auf Ziele in Bahrain, Jordanien, Kuwait und Irak abgefeuert hatte. Es ist erwähnenswert, dass Kanada ein bedeutender Ölexporteur ist und hohe Rohölpreise im Allgemeinen einen positiven Einfluss auf den Loonie haben.
Händler reduzieren ihre Wetten auf eine Zinserhöhung in den USA im Juli nach Anzeichen einer schwächeren Inflation, was den Greenback belasten könnte. Die Chancen für eine Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) im Juli lagen laut dem CME FedWatch-Tool bei 14 %, gegenüber einer implizierten Wahrscheinlichkeit von 25 % in der Vorwoche. Fed-Gouverneur Christopher Waller warnte jedoch, dass die Entscheidungsträger „mehrere Monate“ anhaltender Abkühlung sehen müssen, bevor Zinserhöhungen vom Tisch genommen werden.
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.