Die indische Rupie (INR) gewinnt am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar (USD) an Boden, nachdem sie in den letzten drei Handelstagen deutlich gestiegen war. Das Paar USD/INR fällt auf etwa 96,11, da der US-Dollar unter Verkaufsdruck gerät, wobei Händler die Zinserwartungen der Federal Reserve (Fed) nach der Veröffentlichung der schwächer als erwarteten US-Verbraucherpreisindexdaten (CPI) für Juni neu bewerten.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, 0,15 % niedriger bei etwa 100,80.
Der US-CPI-Bericht für Juni zeigte am Dienstag, dass die Gesamtinflation mit einer schnelleren als erwarteten Rate auf 3,5 % im Jahresvergleich (YoY) von 4,2 % im Mai zurückging. Im gleichen Zeitraum stieg der Kern-CPI – der volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt – moderat um 2,6 % YoY gegenüber Schätzungen von 2,8 % und dem vorherigen Wert von 2,9 %.
Anzeichen für nachlassenden Preisdruck haben die Befürchtungen vor Zinserhöhungen der Federal Reserve (Fed) in naher Zukunft gemildert.
Laut dem CME FedWatch-Tool sind die Chancen, dass die Fed bei der geldpolitischen Sitzung in diesem Monat die Zinsen anhebt, von 41,7 % am Montag auf 16,6 % gesunken.
Unterdessen bekräftigte Fed-Vorsitzender Kevin Warsh in seiner Anhörung vor dem Kongress am Dienstag die Notwendigkeit, Preisstabilität zu gewährleisten. Warsh sagte in seinen vorbereiteten Bemerkungen: „Die Fed toleriert keine dauerhaft erhöhte Inflation.“ „Wenn wir die Politik richtig gestalten – und das werden wir – wird der Inflationsanstieg der letzten fünf Jahre der Vergangenheit angehören“, fügte Warsh hinzu.
Die mehr als einwöchige Rallye bei den Ölpreisen scheint vorerst pausiert zu haben, da US-Präsident Donald Trump die Idee zurückgenommen hat, eine 20%ige Mautgebühr von Frachtschiffen zu erheben, die durch die Straße von Hormus fahren, einen wichtigen Durchgang für fast 20 % der weltweiten Energieversorgung.
Die anhaltende Aggression zwischen den USA und Iran wird jedoch die Energieversorgung weiterhin stören, ein Szenario, das für den Ölpreis günstig ist.
Ausländische institutionelle Investoren (FIIs) waren am Dienstag zum zweiten Handelstag in Folge Nettoverkäufer am indischen Aktienmarkt und reduzierten ihren Anteil um 739,69 Crore Rs. FIIs verkauften zudem Aktien im Wert von 3.062,27 Crore Rs.

USD/INR handelt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gedämpft bei etwa 96,15. Die kurzfristige Tendenz des Paares bleibt jedoch bullish, da es über dem 20-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 95,37 notiert.
Die positive Steigung des EMA deutet auf einen konstruktiven zugrundeliegenden Trend hin, während der Relative Strength Index (RSI) bei 62,1 im bullischen Bereich bleibt, ohne überkauft zu sein, was darauf hindeutet, dass Käufer noch Spielraum haben, die Bewegung nach oben zu verstärken.
Auf der Unterseite wird unmittelbare Unterstützung am 20-Tage-EMA bei 95,37 gesehen, wo bei einem korrigierenden Pullback Kaufinteresse entstehen könnte. Nach oben zielt das Paar darauf ab, das Allzeithoch bei 97,10 erneut zu erreichen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Die indische Rupie wird stark von externen Faktoren wie dem Ölpreis, der Entwicklung des US-Dollars und dem Ausmaß der ausländischen Investitionen beeinflusst. Interventionen der Reserve Bank of India (RBI) können den Wechselkurs stabilisieren.
Die Reserve Bank of India (RBI) greift aktiv in den Devisenmarkt ein, um den Wechselkurs stabil zu halten und den Handel zu erleichtern. Gleichzeitig versucht sie, die Inflation durch Zinssatzanpassungen bei ihrem Zielwert von 4 % zu stabilisieren. Höhere Zinssätze stärken in der Regel die indische Rupie (INR), da sie das Land für ausländische Investoren attraktiver machen.
Makroökonomische Faktoren wie Inflation, Zinssätze, das Wirtschaftswachstum (BIP), die Handelsbilanz und ausländische Kapitalzuflüsse haben einen direkten Einfluss auf den Wert der indischen Rupie. Ein starkes Wirtschaftswachstum zieht vermehrt internationale Investoren an, was die Nachfrage nach der Rupie steigert. Auch eine weniger negative Handelsbilanz wirkt sich langfristig positiv auf die Währung aus. Besonders höhere Zinssätze – und hier vor allem die Realzinsen, also Zinssätze abzüglich der Inflation – können die Rupie stützen, da sie Indien für ausländische Investoren attraktiver machen. Ein "Risk-on"-Marktumfeld fördert zudem die Zuflüsse von Direkt- und Portfolioinvestitionen (FDI und FII), was ebenfalls die Rupie stärkt.
Eine steigende Inflation, vor allem im Vergleich zu den Handelspartnern Indiens, wirkt sich in der Regel negativ auf die Rupie aus, da dies eine Abwertung durch Überangebot signalisiert. Zudem verteuert Inflation die Exporte, was zu einem verstärkten Verkauf von Rupien führt, um ausländische Importe zu finanzieren – ein negativer Faktor für die Währung. Gleichzeitig reagiert die indische Zentralbank (Reserve Bank of India, RBI) häufig mit Zinserhöhungen auf steigende Inflation, was wiederum die Attraktivität der Rupie für internationale Investoren erhöht und den Kurs stabilisieren kann. Der gegenteilige Effekt tritt bei niedriger Inflation ein.