Das Währungspaar AUD/JPY notiert am frühen Donnerstagmorgen in der europäischen Handelssitzung im negativen Bereich um 112,62. Der japanische Yen (JPY) gewinnt gegenüber dem australischen Dollar (AUD) angesichts eskalierender Spannungen im Nahen Osten leicht an Wert, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, ein Zwischenabkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran sei „vorbei“.
Die Händler sind zudem in erhöhter Alarmbereitschaft wegen möglicher Interventionen durch japanische Behörden. „Die derzeitige Schwäche des Yen ist übertrieben und spiegelt nicht die starken Fundamentaldaten der japanischen Wirtschaft wider, eine Fehlstellung, die große Zentralbanken zu koordinierten Interventionen veranlassen könnte“, sagte Michael Nizard, Leiter Multi-Asset und Overlay bei Edmond de Rothschild Asset Management.
Im Tageschart hält AUD/JPY über dem 100-Tage-Durchschnitt (MA) und dem 20-Tage Simple Moving Average (SMA) der Bollinger-Bänder, was zusammen eine konstruktive bullishe Tendenz nach dem jüngsten Pullback nahelegt. Der Kurs bleibt zudem komfortabel über dem unteren Bollinger-Band, während das obere Band das nächste Aufwärtsziel markiert, während das Paar weiter ansteigt; der Relative Strength Index (14) nahe 50 hält das Momentum neutral, was eher auf eine Konsolidierung als auf eine Erschöpfung hindeutet.
Auf der Abwärtsseite wird die erste Unterstützung beim 100-Tage-MA bei 112,55 gesehen, gefolgt von der Bollinger-Mittellinie um 112,42 und dann dem unteren Band bei 111,15, wo Käufer wahrscheinlich den breiteren Aufwärtstrend verteidigen würden. Auf der anderen Seite ergibt sich die erste Aufwärtsbarriere beim Hoch vom 16. Juni bei 113,55. Die nächste Hürde liegt am oberen Bollinger-Band bei 113,70 auf dem Weg zum Hoch vom 13. Mai bei 114,74.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.