Das Währungspaar AUD/JPY gewinnt im frühen europäischen Handel am Mittwoch an Stärke und erreicht rund 112,70. Dennoch könnten erneute Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie Befürchtungen möglicher Eingriffe der japanischen Behörden den japanischen Yen (JPY) stützen und die Aufwärtsbewegung des Paares begrenzen.
Die BBC berichtete am Dienstag, dass die USA „mächtige“ Angriffe auf den Iran als Reaktion auf Angriffe auf drei Öltanker in der Straße von Hormus gestartet haben. Das US-Zentralkommando (Centcom) gab an, über 80 Ziele getroffen zu haben, darunter mehr als 60 kleine Boote der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) in der Straße.
Im Tages-Chart hält AUD/JPY über dem 100-Tage-Durchschnitt (MA) und dem mittleren Band der Bollinger-Bänder (20), was den übergeordneten Trend nach der jüngsten Erholung unterstützt. Der Kurs liegt zudem komfortabel über dem unteren Bollinger-Band, während der Relative Strength Index (14) bei rund 51 ein neutrales bis leicht positives Momentum anzeigt, anstatt einer überdehnten Rallye.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare technische Unterstützung beim 100-Tage-MA bei 112,50 und dem mittleren Bollinger-Band bei 112,43, was eine nahegelegene Nachfragezone bildet; ein Tagesschluss unter diesem Bereich würde das untere Bollinger-Band bei 111,15 freilegen. Auf der Oberseite zeigt sich die erste Widerstandsmarke beim Hoch vom 16. Juni bei 113,55, auf dem Weg zum oberen Bollinger-Band bei 113,70.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.