Die indische Rupie (INR) steigt in der Eröffnungssitzung am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar (USD) leicht an. Das Paar USD/INR fällt trotz erneuter geopolitischer Risiken, nach Angriffen der Vereinigten Staaten (US) auf den Iran, die die Ölpreise steigen ließen, auf nahe 95,00.
In der Eröffnungssitzung steigt der MCX-Rohölkontrakt mit Fälligkeit am 20. Juli um 2,62 % auf nahe 6.882. Der Kontrakt legte auch am Dienstag um fast 2,35 % zu.
Währungen von Volkswirtschaften wie Indien, die stark auf Ölimporte zur Deckung ihres Energiebedarfs angewiesen sind, tendieren dazu, bei steigenden Ölpreisen unterdurchschnittlich abzuschneiden.
Das US-Zentralkommando berichtete über einen Beitrag auf X, dass es kraftvolle Angriffe auf iranische Militärinfrastruktur gestartet hat, um Angriffe auf Handelsschiffe zu vergelten, die durch die Straße von Hormus fahren, einen kritischen Engpass für fast 20 % der weltweiten Energieversorgung. Als Reaktion darauf stellte Teheran klar, dass es diese Schiffe angegriffen habe, weil sie den Engpass ohne seine Genehmigung passiert hätten. Die USA, Katar und Saudi-Arabien machten jedoch den Iran für die Angriffe auf die Schiffe verantwortlich.
Unterdessen hat Irans oberster Verhandlungsführer Mohammad Bagher Ghalibaf die USA beschuldigt, das Memorandum of Understanding (MoU) verletzt zu haben, das zur Beendigung des Krieges unterzeichnet wurde, und warnte, dass Teheran nicht zurückweichen werde. „Die Ära des Mobbings und der Erpressung ist vorbei. Sie führt zu nichts. Wir geben nicht nach“, schrieb Ghalibaf auf X.
Im späten asiatischen Handel notiert der US Dollar Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen verfolgt, gedämpft nahe 101,10. Es wird erwartet, dass der US-Dollar vor der Veröffentlichung des Protokolls der Federal Open Market Committee (FOMC)-Sitzung im Juni, die um 18:00 GMT veröffentlicht wird, weitgehend seitwärts handelt.
Anleger werden versuchen einzuschätzen, welche möglichen Gründe hinter der Entscheidung der politischen Entscheidungsträger standen, keine Aussagen zur geldpolitischen Aussicht zu treffen. In der Pressekonferenz zur Geldpolitik sagte Fed-Chef Kevin Warsh, dass zukunftsgerichtete Aussagen in der aktuellen politischen Lage nicht gut geeignet seien.
Ausländische institutionelle Investoren (FIIs) erhöhen weiterhin ihren Anteil am indischen Aktienmarkt und setzen ihre Kaufserie am Dienstag auf drei Handelstage in Folge fort. In den vergangenen drei Handelstagen haben ausländische Investoren Investitionen in Höhe von 1.991,55 Crore Rs getätigt. Eine Verbesserung der Stimmung ausländischer Investoren gegenüber indischen Aktien vor Beginn der Berichtssaison für das erste Quartal des Geschäftsjahres 27 unterstreicht ihren Optimismus hinsichtlich des Quartalsgewinnwachstums.

USD/INR handelt niedriger bei rund 95,00 und hält eine neutrale Tendenz, da der Spotkurs auf den 20-Tage-Exponential Moving Average (EMA) korrigiert hat, der bei 95,00 liegt. Das Paar testet die Ausbruchsregion der Formation des absteigenden Dreiecks.
Der Relative Strength Index (14) bei rund 51 weist auf ein neutrales Momentum hin, das weder überkaufte Bedingungen noch starken Abwärtsdruck signalisiert.
Auf der Unterseite wird die unmittelbare Unterstützung durch den 20-Tage-EMA bei 95,00 definiert; ein Durchbruch darunter würde das Paar dem Tief vom 7. Mai bei 94,03 aussetzen. Auf der Oberseite ist ein bedeutenderer Widerstand nahe dem ursprünglichen Startpunkt der fallenden Trendlinie um 97 zu sehen, wo ein nachhaltiger Ausbruch den Weg für eine stärkere bullishe Ausweitung öffnen würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Die indische Rupie wird stark von externen Faktoren wie dem Ölpreis, der Entwicklung des US-Dollars und dem Ausmaß der ausländischen Investitionen beeinflusst. Interventionen der Reserve Bank of India (RBI) können den Wechselkurs stabilisieren.
Die Reserve Bank of India (RBI) greift aktiv in den Devisenmarkt ein, um den Wechselkurs stabil zu halten und den Handel zu erleichtern. Gleichzeitig versucht sie, die Inflation durch Zinssatzanpassungen bei ihrem Zielwert von 4 % zu stabilisieren. Höhere Zinssätze stärken in der Regel die indische Rupie (INR), da sie das Land für ausländische Investoren attraktiver machen.
Makroökonomische Faktoren wie Inflation, Zinssätze, das Wirtschaftswachstum (BIP), die Handelsbilanz und ausländische Kapitalzuflüsse haben einen direkten Einfluss auf den Wert der indischen Rupie. Ein starkes Wirtschaftswachstum zieht vermehrt internationale Investoren an, was die Nachfrage nach der Rupie steigert. Auch eine weniger negative Handelsbilanz wirkt sich langfristig positiv auf die Währung aus. Besonders höhere Zinssätze – und hier vor allem die Realzinsen, also Zinssätze abzüglich der Inflation – können die Rupie stützen, da sie Indien für ausländische Investoren attraktiver machen. Ein "Risk-on"-Marktumfeld fördert zudem die Zuflüsse von Direkt- und Portfolioinvestitionen (FDI und FII), was ebenfalls die Rupie stärkt.
Eine steigende Inflation, vor allem im Vergleich zu den Handelspartnern Indiens, wirkt sich in der Regel negativ auf die Rupie aus, da dies eine Abwertung durch Überangebot signalisiert. Zudem verteuert Inflation die Exporte, was zu einem verstärkten Verkauf von Rupien führt, um ausländische Importe zu finanzieren – ein negativer Faktor für die Währung. Gleichzeitig reagiert die indische Zentralbank (Reserve Bank of India, RBI) häufig mit Zinserhöhungen auf steigende Inflation, was wiederum die Attraktivität der Rupie für internationale Investoren erhöht und den Kurs stabilisieren kann. Der gegenteilige Effekt tritt bei niedriger Inflation ein.