Die indische Rupie (INR) hält die Verluste vom Montag gegenüber dem US-Dollar (USD) in der Eröffnungssession am Dienstag. Das Paar USD/INR notiert fest bei rund 95,36, da die Angriffe Irans auf Handelstanker, die durch die Straße von Hormus fahren – eine wichtige Passage für fast 20 % der weltweiten Energieversorgung – die Befürchtungen einer Energieversorgungsunterbrechung erneuert haben.
Im Eröffnungshandel notiert der MCX Crude Oil-Kontrakt mit Fälligkeit am 20. Juli 0,66 % höher bei rund 6.600.
Währungen von Volkswirtschaften wie Indien, die stark auf Ölimporte zur Deckung ihres Energiebedarfs angewiesen sind, tendieren dazu, bei einer Erholung der Ölpreise unterdurchschnittlich zu performen.
Nach Angaben eines Axios-Reporters hat Iran mindestens zwei Raketen auf Handelsschiffe abgefeuert, die durch die Straße von Hormus fahren. Zwei Handelsschiffe wurden getroffen und erlitten erhebliche Schäden, aber es wurden keine Opfer gemeldet, berichtete Bloomberg.
In dieser Woche wird der Hauptauslöser für das Paar USD/INR das Protokoll des Federal Open Market Committee (FOMC) der Juni-Sitzung sein, das am Mittwoch veröffentlicht wird. Die Marktteilnehmer werden dem Protokoll wahrscheinlich besondere Aufmerksamkeit schenken, um Hinweise auf die möglichen Gründe zu erhalten, warum die Entscheidungsträger auf eine Forward Guidance zur Geldpolitik verzichtet haben.
In der Sitzung entschied die Fed, die Zinssätze im Bereich von 3,50 % bis 3,75 % unverändert zu belassen, und der Fed-Dot-Plot zeigte, dass neun von 19 Entscheidungsträgern bis zum Jahresende eine Zinserhöhung befürworteten.
Derzeit zeigt das CME FedWatch-Tool eine Wahrscheinlichkeit von 55,2 %, dass die Fed bis zur September-Sitzung mindestens eine Zinserhöhung vornimmt.
Ausländische institutionelle Investoren (FIIs) waren am Montag zum zweiten Handelstag in Folge Nettokäufer; jedoch war das investierte Volumen deutlich geringer als am Freitag. Am Montag erhöhten FIIs ihren Anteil am indischen Aktienmarkt um 243,03 Crore Rs, weniger als die 1.355,33 Crore Rs Investition am Freitag.
Es scheint, dass die Rückkehr der Ölpreise auf das Niveau vor dem Nahost-Krieg die Stimmung der ausländischen Investoren gegenüber dem indischen Aktienmarkt verbessert hat.
In Zukunft werden ausländische Investoren die Gewinne von India Inc. genau verfolgen, um ihre zukünftigen Investitionsentscheidungen zu treffen. Aus dem Nifty 50-Korb wird Tata Consultancy Services (TCS) am Donnerstag als erstes seine Q1FY27-Ergebnisse veröffentlichen.

USD/INR notiert unverändert bei rund 95,36 und hält eine leicht bullische kurzfristige Tendenz, da der Kurs über dem 20-Tage-Exponentiell Gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 95,00 bleibt und den Ausbruch aus dem absteigenden Dreieck hält.
Der Relative Strength Index (RSI) bei rund 54,8 deutet auf konstruktives Momentum und nicht auf überkaufte Bedingungen hin, was auf eine allmähliche Erholung hindeutet, während der Kurs über dem kurzfristigen EMA gestützt bleibt.
Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung beim 20-Tage-EMA bei 95,00, gefolgt vom Tief vom 7. Mai bei 94,03. Auf der Oberseite zielt das Paar darauf ab, das Allzeithoch bei rund 97,10 erneut zu erreichen.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Die indische Rupie wird stark von externen Faktoren wie dem Ölpreis, der Entwicklung des US-Dollars und dem Ausmaß der ausländischen Investitionen beeinflusst. Interventionen der Reserve Bank of India (RBI) können den Wechselkurs stabilisieren.
Die Reserve Bank of India (RBI) greift aktiv in den Devisenmarkt ein, um den Wechselkurs stabil zu halten und den Handel zu erleichtern. Gleichzeitig versucht sie, die Inflation durch Zinssatzanpassungen bei ihrem Zielwert von 4 % zu stabilisieren. Höhere Zinssätze stärken in der Regel die indische Rupie (INR), da sie das Land für ausländische Investoren attraktiver machen.
Makroökonomische Faktoren wie Inflation, Zinssätze, das Wirtschaftswachstum (BIP), die Handelsbilanz und ausländische Kapitalzuflüsse haben einen direkten Einfluss auf den Wert der indischen Rupie. Ein starkes Wirtschaftswachstum zieht vermehrt internationale Investoren an, was die Nachfrage nach der Rupie steigert. Auch eine weniger negative Handelsbilanz wirkt sich langfristig positiv auf die Währung aus. Besonders höhere Zinssätze – und hier vor allem die Realzinsen, also Zinssätze abzüglich der Inflation – können die Rupie stützen, da sie Indien für ausländische Investoren attraktiver machen. Ein "Risk-on"-Marktumfeld fördert zudem die Zuflüsse von Direkt- und Portfolioinvestitionen (FDI und FII), was ebenfalls die Rupie stärkt.
Eine steigende Inflation, vor allem im Vergleich zu den Handelspartnern Indiens, wirkt sich in der Regel negativ auf die Rupie aus, da dies eine Abwertung durch Überangebot signalisiert. Zudem verteuert Inflation die Exporte, was zu einem verstärkten Verkauf von Rupien führt, um ausländische Importe zu finanzieren – ein negativer Faktor für die Währung. Gleichzeitig reagiert die indische Zentralbank (Reserve Bank of India, RBI) häufig mit Zinserhöhungen auf steigende Inflation, was wiederum die Attraktivität der Rupie für internationale Investoren erhöht und den Kurs stabilisieren kann. Der gegenteilige Effekt tritt bei niedriger Inflation ein.