Japanischer Yen erholt sich stark von 40-Jahres-Tief, da Interventionwetten eine Short-Covering auslösen

Quelle Fxstreet
  • USD/JPY trifft auf starkes Angebot, da eine vermutete Intervention eine Short-Covering-Rally beim JPY auslöst.
  • Ein moderater Rückgang des USD übt zusätzlichen Druck auf das Paar aus und trägt zum Fall bei.
  • Die große Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan könnte weitere Verluste vor dem US-NFP-Bericht begrenzen.

Das Paar USD/JPY gerät unter starken Verkaufsdruck und stürzt im Vorfeld der europäischen Sitzung am Donnerstag in die Nähe von 161,00 ab, womit eine dreitägige Gewinnserie auf den höchsten Stand seit 1986, der am Vortag erreicht wurde, beendet wird. Die Kassakurse erholten sich jedoch in der letzten Stunde um einige Pips und handeln derzeit um die Marke von 161,70, was immer noch einem Tagesverlust von über 0,50 % entspricht.

Der Rückgang des USD/JPY-Paares erfolgte, nachdem Reuters berichtete, dass japanische Beamte aufhören werden, Interventionsrisiken zu signalisieren, und sich stattdessen darauf konzentrieren, Spekulanten ins Visier zu nehmen. Dies veranlasste die Händler, ihre bärischen Wetten auf den japanischen Yen (JPY) aufzulösen. Der US-Dollar (USD) hingegen driftet aufgrund der am Mittwoch schwächer als erwarteten US-Makrodaten nach unten und stellt einen weiteren Faktor dar, der starken Abwärtsdruck auf das Währungspaar ausübt.

Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank (Fed) auf hohem Niveau sowie geopolitische Risiken sollten jedoch tiefere USD-Verluste vor den mit Spannung erwarteten monatlichen US-Arbeitsmarktdaten begrenzen. Tatsächlich zeigt das FedWatch-Tool der CME Group, dass Händler immer noch eine etwa 64%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der US-Notenbank im September einpreisen und eine fast 85%ige Wahrscheinlichkeit für eine Maßnahme bis Ende dieses Jahres ansetzen. Dies begünstigt wiederum die USD-Bullen.

Unterdessen hat die Bank of Japan (BoJ) im Juni ihre Leitzinsen auf 1 % – den höchsten Stand seit 1995 – angehoben. Die Fed hingegen hielt die Zielspanne für den Leitzins bei 3,5 % bis 3,75 %, was eine Lücke von rund 250 Basispunkten (bps) lässt. Dies könnte wiederum den sogenannten JPY-Carry-Trade am Leben erhalten und Händler davon abhalten, sich auf einen bedeutenden korrigierenden Rückgang zu positionieren. Daher ist ein starker Folgeverkauf erforderlich, um zu bestätigen, dass die Kassakurse ihren Höchststand erreicht haben.

Japanischer Yen - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Japanischer Yen (JPY) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Japanischer Yen war am stärksten gegenüber dem Australischer Dollar.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD -0.19% -0.31% -0.53% -0.07% 0.01% -0.14% -0.22%
EUR 0.19% -0.12% -0.37% 0.11% 0.19% 0.06% -0.03%
GBP 0.31% 0.12% -0.22% 0.22% 0.32% 0.18% 0.08%
JPY 0.53% 0.37% 0.22% 0.45% 0.55% 0.37% 0.31%
CAD 0.07% -0.11% -0.22% -0.45% 0.09% -0.04% -0.15%
AUD -0.01% -0.19% -0.32% -0.55% -0.09% -0.13% -0.23%
NZD 0.14% -0.06% -0.18% -0.37% 0.04% 0.13% -0.10%
CHF 0.22% 0.03% -0.08% -0.31% 0.15% 0.23% 0.10%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Japanischer Yen aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als JPY (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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