Euro fällt unter 1,1400, da Wetten auf Fed-Zinserhöhungen den US-Dollar stärken

Quelle Fxstreet
  • EUR/USD fällt im frühen asiatischen Handel am Mittwoch auf rund 1,1380.
  • Trump bestand darauf, dass Iran weiteren UN-Atominspektionen zugestimmt hat
  • Erwartungen von US-Zinserhöhungen könnten den US-Dollar stützen. 

Das Paar EUR/USD handelt am Mittwoch im frühen asiatischen Handel negativ nahe 1,1380. Das Hauptpaar setzt den Rückgang fort, da Händler weiterhin die Entwicklungen rund um das US-Iran-Friedensabkommen bewerten.

US-Präsident Donald Trump sagte am Dienstag, dass Iran „vollständig und vollständig“ zugestimmt habe, Atominspektionen zuzulassen, doch Irans Außenminister Abbas Araghchi erklärte zuvor, dass echte Verhandlungen über die „Atomfrage“ noch nicht begonnen hätten. Irans Chefunterhändler erklärte am Dienstag, dass die Straße von Hormus „niemals zu ihren Vorkriegsbedingungen zurückkehren“ werde und dass Iran die Kontrolle über die wichtige Wasserstraße behalten werde.

Eine neue Gesprächsrunde zwischen Israel und Libanon begann am Dienstag in Washington, DC, mit dem Ziel, die Kämpfe im Libanon zwischen der vom Iran unterstützten Hisbollah und Israel zu beenden. Jegliche Anzeichen eines langwierigen Konflikts im Nahen Osten oder ein Mangel an Fortschritten im US-Iran-Friedensabkommen könnten kurzfristig auf risikoreichere Anlagen wie den Euro (EUR) gegenüber dem US-Dollar (USD) drücken. 

Ein unerwartet restriktives Fed-Treffen unter Vorsitz von Kevin Warsh in der vergangenen Woche stärkte die Erwartungen für eine Zinserhöhung zum Jahresende und stützte den Greenback. Händler preisen nun laut dem CME FedWatch-Tool eine Wahrscheinlichkeit von fast 37,4 % für mindestens 25 Basispunkte (bps) bei der Sitzung im Juli ein, nach 8,5 % vor einer Woche. 

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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