Die National Bank of Canada (NBC) geht davon aus, dass das Aufwärtspotenzial des Euro gegenüber dem US-Dollar begrenzt bleibt. Ausschlaggebend seien weiterhin die vergleichsweise besseren Wachstumsaussichten und die Zinsdifferenzen zugunsten der USA. Zudem verweist die Bank auf gemischte Konjunkturdaten aus Europa und darauf, dass die Europäische Zentralbank einer Lockerung der Geldpolitik näher stehe als die US-Notenbank Fed. Dies dürfte nachhaltige Kursgewinne des EUR/USD-Paares in den kommenden Monaten begrenzen.
„Wir erwarten kurzfristig keine deutliche oder nachhaltige Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar, da die relativen Wachstumsperspektiven und die Zinsdifferenzen weiterhin die Vereinigten Staaten begünstigen.“
„Zwar könnten Phasen einer Dollar-Schwäche dem EUR/USD vorübergehend höhere Kursniveaus ermöglichen, wir gehen jedoch davon aus, dass solche Bewegungen nur von kurzer Dauer sein werden, da die Europäische Zentralbank offenbar näher an einer Lockerung ihrer Geldpolitik ist als die Federal Reserve.“
„Unser Basisszenario sieht vor, dass EUR/USD in einer Seitwärtsspanne mit leicht negativer Tendenz handelt. Kursanstiege dürften auf Verkaufsinteresse treffen, solange die US-Konjunkturdaten vergleichsweise robust bleiben und die europäischen Wirtschaftsindikatoren keine überzeugende Verbesserung erkennen lassen.“