Das Paar USD/JPY handelt während der asiatischen Handelszeiten am Montag unverändert nahe 160,20. Der US-Dollar (USD) schwächt sich gegenüber dem japanischen Yen (JPY) ab, nachdem Berichte veröffentlicht wurden, dass die Vereinigten Staaten (USA) eine Friedensvereinbarung mit dem Iran getroffen haben. Die Zinsentscheidungen der Bank of Japan (BoJ) und der Federal Reserve (Fed) werden im Laufe der Woche im Mittelpunkt stehen.
Reuters berichtete am Sonntag, dass die USA und der Iran sich auf einen Rahmen für eine Vereinbarung geeinigt haben, um ihren Krieg zu beenden, die US-Blockade des Iran zu stoppen und die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Außerdem erklärten das Vereinigte Königreich (UK), Frankreich, Deutschland und Italien, dass die Länder bereit seien, Sanktionen gegen den Iran als Reaktion auf Schritte in seinem Nuklearprogramm aufzuheben.
Dennoch herrschte Vorsicht, da US-Präsident Donald Trump sagte, dass er die militärischen Angriffe auf Teheran wieder aufnehmen würde, falls der Iran keine endgültige Nuklearvereinbarung mit den USA erreiche.
„Ich denke, wir werden im Verlauf der nächsten Sitzungen einen Rückgang des Dollars sehen. Wahrscheinlich werden einige der risikobehafteten Währungen wie der Aussie und der Yen etwas aufwerten. Aber ich glaube nicht, dass wir große Bewegungen sehen werden“, sagte Nick Twidale, Chefmarktstratege bei ATFX Global in Sydney.
Die Fed wird voraussichtlich ihren Leitzins bei der geldpolitischen Sitzung im Juni am Mittwoch unverändert lassen, da sie sich weiterhin im „Abwarten“-Modus befindet. Die Händler werden genau beobachten, wie der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh die US-Zentralbank in ihre nächste Ära führen wird.
Die Bank of Japan (BoJ) wird allgemein erwartet, ihren Leitzins auf das höchste Niveau seit 1995 anzuheben, unbeirrt vom Fehlen ihres Gouverneurs. Da eine Zinserhöhung am Dienstag bereits nahezu eingepreist ist, werden die Märkte das Timing und das Tempo zukünftiger Erhöhungen genau beobachten. Eine Reuters-Umfrage zeigte, dass Ökonomen prognostizieren, dass die japanische Zentralbank die Zinsen im vierten Quartal (Q4) nach einer Erhöhung im Juni auf 1,0 % auf 1,25 % anheben wird.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.