Das Währungspaar AUD/JPY verliert am frühen Mittwochmorgen während der europäischen Handelsstunden an Momentum und nähert sich der Marke von 114,45. Verbale Interventionen der japanischen Behörden stützen den japanischen Yen (JPY) und wirken als Gegenwind für das Währungspaar.
Japans Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte am Mittwoch, dass die Behörden bereitstehen, bei Bedarf angemessen auf den Devisenmarkt zu reagieren. Katayama fügte hinzu, dass sie in mehreren Punkten mit dem Gouverneur der Bank of Japan (BoJ) übereinstimmt.
Darüber hinaus könnte ein schwächer als erwartet ausgefallener australischer Bericht zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) die Märkte dazu veranlassen, eine dovishere Haltung der Reserve Bank of Australia (RBA) zu erwarten, was den Aussie belastet.
Das australische BIP wuchs in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 2,5 %, verglichen mit einem Wachstum von 2,6 % im Vorjahr, und verfehlte damit die Markterwartung von 2,7 %, wie das Australian Bureau of Statistics am Mittwoch mitteilte. Im Quartalsvergleich expandierte das australische BIP um 0,3 %, gegenüber einer Prognose von 0,5 %, und verlangsamte sich gegenüber dem Wachstum von 0,8 % im Vorquartal.
Im Tages-Chart behält AUD/JPY eine konstruktive bullische Tendenz bei, da es oberhalb des mittleren Bollinger-Bands und deutlich über dem 100-Tage-Durchschnitt notiert. Das Paar bewegt sich in Richtung des Widerstands am oberen Bollinger-Band, während der Relative Strength Index nahe 57 im positiven Bereich bleibt, ohne jedoch überkaufte Bedingungen anzuzeigen, was darauf hindeutet, dass die Käufer die Kontrolle behalten, aber noch Raum für eine Konsolidierung besteht.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand am oberen Bollinger-Band bei etwa 114,85, und ein klarer Ausbruch über dieses Niveau würde kurzfristig weitere Gewinne ermöglichen. Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung am mittleren Bollinger-Band bei etwa 113,95 gesehen, gefolgt von einer sekundären Absicherung am unteren Band bei rund 113,00, wobei der 100-Tage-Durchschnitt bei 111,40 eine breitere Nachfragezone bei tieferen Rücksetzern verstärkt.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.