Das Devisenstrategie-Team der Scotiabank um Shaun Osborne und Eric Theoret sieht den kanadischen Dollar im Vergleich zum US-Dollar kaum verändert. Im Gegensatz zu anderen wichtigen Industrieländer-Währungen der G10 könne der „Loonie“ derzeit nicht von der breiteren Dollar-Schwäche profitieren. Grund dafür sei sein besonderes Risikoprofil. Zudem richte sich der Blick der Märkte weiter auf die unterschiedlichen geldpolitischen Erwartungen an die Bank of Canada und die US-Notenbank Fed. Im Fokus stehen in dieser Woche unter anderem eine Rede eines stellvertretenden Notenbankchefs, der Finanzstabilitätsbericht sowie die BIP-Daten für das erste Quartal.
„Der kanadische Dollar bewegt sich gegenüber dem US-Dollar kaum und kann von den Entwicklungen, die andere G10-Währungen gestützt haben, bislang nicht profitieren. Die relative Schwäche des CAD ist nachvollziehbar und spiegelt sein besonderes Risikoprofil wider. Dadurch ist die Währung in Phasen erhöhter Risikoaversion weniger anfällig für Verluste, profitiert im Gegenzug aber auch weniger stark von einer steigenden Risikobereitschaft.“
„Kurzfristig richtet sich der Fokus beim CAD weiterhin auf die geldpolitischen Perspektiven der jeweiligen Notenbanken. Hintergrund ist die deutliche Ausweitung der Zinsdifferenzen, die auf eine weniger aggressive Neubewertung des geldpolitischen Kurses der Bank of Canada sowie auf festere Erwartungen an die Fed zurückzuführen ist.“
„Im Kalender der Bank of Canada steht am Dienstag eine Rede des stellvertretenden Gouverneurs Vincent auf dem Programm. Am Donnerstag folgt die Veröffentlichung des Finanzstabilitätsberichts. Auf Datenseite werden am Freitag die BIP-Zahlen für das erste Quartal sowie die Monatsdaten für März veröffentlicht.“
„Bullisch – der RSI zeigt weiter nach oben und steigt in den mittleren 60er-Bereich, womit er sich der überkauften Schwelle bei 70 nähert. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 1,3812 wirkt kurzfristig bremsend und sorgt für Widerstand, wodurch eine nachhaltige Bewegung über dieses Trendniveau bislang ausbleibt.“
„Zusätzlicher Widerstand dürfte bis zur Marke von 1,39 begrenzt bleiben. Auf der Unterseite sehen wir hingegen erst im Bereich von 1,375 nennenswerte Unterstützung, in der Nähe des 50-Tage-Durchschnitts bei 1,3749.“