USD/CHF hält die Gewinne am zweiten Tag in Folge und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Freitag um 0,7810. Das Paar bleibt stärker, da der US-Dollar (USD) nach moderaten Gewinnen in der vorherigen Sitzung fest bleibt.
Die Händler bleiben vorsichtig, nachdem das US-Militär Schläge auf die iranische Hafenstadt Bandar Abbas und die Insel Qeshm in der Straße von Hormus durchgeführt hat. Das US-Zentralkommando bestätigte, dass iranische Streitkräfte Raketen-, Drohnen- und Kleinbootangriffe gegen die USS Truxtun, USS Rafael Peralta und USS Mason gestartet haben, während die Lenkwaffenzerstörer die Straße von Hormus durchquerten. Laut offizieller Erklärung bezeichnete CENTCOM die iranische Aktion als unprovoziert und erklärte, dass die US-Streitkräfte im Rahmen ihres Rechts auf Selbstverteidigung reagierten.
Die erneuten Spannungen im Nahen Osten haben sich jedoch nach getrennten Äußerungen Israels und Irans entspannt, die darauf hindeuteten, dass die Feindseligkeiten vorübergehend nachgelassen haben. US-Präsident Donald Trump sagte ebenfalls, dass der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran weiterhin gilt. Ein hochrangiger US-Beamter sagte Fox News, dass die jüngsten Angriffe keinen Neustart des Krieges darstellen und nicht als Ende der aktuellen Waffenstillstandsvereinbarung betrachtet werden sollten.
Die Trump-Administration wartet auf Irans Antwort auf einen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus und zur Beendigung des fast zehnwöchigen Konflikts. Die Spannungen bleiben jedoch im Persischen Golf und im Libanon erhöht. Berichten zufolge wird erwartet, dass Teheran seine Antwort innerhalb der nächsten zwei Tage über Pakistan übermittelt.
Im weiteren Tagesverlauf werden die Marktteilnehmer die SECO-Konsumentenklimadaten der Schweiz (3 Monate) für das zweite Quartal beobachten. Die Investoren werden auch ihre Aufmerksamkeit auf den US-Arbeitsmarktbericht für April richten, der voraussichtlich zeigen wird, dass die Nonfarm Payrolls im April um 62.000 Stellen zugenommen haben, nach 178.000 im März, während die Arbeitslosenquote voraussichtlich unverändert bei 4,3% bleiben wird.
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.