GBP/USD gab am Donnerstag leicht nach und notierte bei etwa 1,3550, rund 0,3 % niedriger, nachdem das Paar ein Tageshoch nahe 1,3645 erreicht hatte, bevor es wieder zurückfiel. Der Kurs hält sich in einer etwa 100-Pip-Spanne unter dem mehrmonatigen Hoch knapp unter 1,3660, mit einer Reihe überlappender Kerzen nach der starken Rallye von den Tiefs Anfang Mai nahe 1,3450.
Für den US-Dollar (USD) bleibt der übergeordnete Treiber die Erzählung um den Waffenstillstand zwischen den USA und Iran sowie die Situation in der Straße von Hormus. Der Rückgang des Greenbacks am Mittwoch erfolgte, als das Weiße Haus signalisierte, dass es kurz vor einem Memorandum of Understanding mit Teheran stehe, zusammen mit Präsident Trumps Aussetzung der von den USA geführten Bemühungen zur Unterstützung gestrandeter Schiffe beim Verlassen der Straße, während neue Gespräche fortgesetzt werden. Dieses Umfeld zog den Dollar-Index auf etwa 97,60, ein Dreimonatstief, bevor es am Donnerstag zu einer moderaten Erholung kam, als sich ein Teil des Optimismus auflöste. Eine Vielzahl von Reden von Federal Reserve (Fed)-Vertretern, darunter Collins, Hammack, Daly und Williams, hielten die Zinserwartungen vor dem US Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht am Freitag in Bewegung, wobei der Konsens bei etwa 62.000 gegenüber zuvor 178.000 liegt.
Auf der Seite des Pfund Sterling (GBP) ist der Kalender in dieser Woche ungewöhnlich dünn, ohne geplante erstklassige britische Datenveröffentlichungen. Das lässt das Pfund fast vollständig von der allgemeinen USD-Richtung abhängig sein, wobei die Iran-Erzählung und der NFP-Bericht am Freitag voraussichtlich die kurzfristigen Bewegungen bestimmen werden. Die britischen Renditen haben sich vor dem Hintergrund hartnäckiger Inflationserwartungen weiter gefestigt, aber das Fehlen frischer inländischer Katalysatoren bedeutet, dass das Paar wahrscheinlich bis zum Ende der Woche dem Greenback folgen wird.
Im Vier-Stunden-Chart notiert GBP/USD bei 1,3550. Das Paar hält sich komfortabel über dem 200-Perioden-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 1,3488 und behält trotz des jüngsten Rückzugs von den Hochs dieser Woche die kurzfristige konstruktive Tendenz bei. Die Lage des Kurses über dem langfristigen EMA deutet darauf hin, dass die zugrundeliegende Nachfrage weiterhin vorhanden ist, während der Stochastische RSI um die Mitte der 50er auf ein neutrales bis moderat bullisches Momentum hinweist, anstatt auf einen überdehnten Markt.
Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung im Bereich von 1,3500–1,3488 gesehen, wo der psychologische Wert mit dem 200-Perioden-EMA zusammenfällt und als wichtige Untergrenze bei weiterer Schwäche fungieren sollte. Solange sich GBP/USD auf Schlusskursbasis über dieser Zone hält, dürften Rücksetzer flach bleiben und die breitere Erholungsstruktur intakt sein, wobei Käufer bei Tests dieses gleitenden Durchschnitts voraussichtlich wieder einsteigen werden.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.