AUD/USD fiel am Donnerstag um etwa 0,2 % auf rund 0,7205 und gab damit von einem mehrjährigen Hoch knapp unter 0,7280 nach, das zuvor in der Sitzung erreicht wurde. Der Pullback folgt auf eine starke Rallye von etwa 175 Pips seit dem Swing-Tief am 1. Mai nahe 0,7105, wobei die Bewegung auf einer Reihe höherer Tiefs seit Ende April aufbaut, bevor die Aufwärtsbewegung an frischem Widerstand ins Stocken geriet.
Auf der Seite des US-Dollars (USD) bleibt der dominierende Treiber der US-Iran-Waffenstillstand und die Situation in der Straße von Hormus. Am Mittwoch sank der Dollar-Index auf etwa 97,60, ein Dreimonatstief, nachdem das Weiße Haus signalisierte, dass es sich einem Memorandum of Understanding mit Teheran nähert, und Präsident Trump die von den USA geführte Unterstützung für festgefahrene Schiffe beim Verlassen der Straße aussetzte, während die Gespräche andauern. Der Optimismus schwächte die Nachfrage nach dem Greenback als sicherem Hafen und stärkte risikosensitive Währungen wie den Aussie, wobei der moderate USD-Anstieg am Donnerstag auf Vorsicht hindeutet, da der Hoffnungshandel sich zurückbildet. Die US-Arbeitsmarktdaten (Nonfarm Payrolls, NFP) am Freitag, mit einem Konsens nahe 62.000 gegenüber zuvor 178.000, sind der nächste wichtige Test.
Für den Australischen Dollar (AUD) erhöhte die Reserve Bank of Australia (RBA) am Dienstag den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,35 %, die dritte aufeinanderfolgende Erhöhung im Jahr 2026 bei einer 8-1 Abstimmung, und signalisierte gleichzeitig Raum für eine Pause, um zu beobachten, wie sich der Energieschock im Nahen Osten auf die heimischen Preise auswirkt. Die Handelsbilanz für März am Donnerstag untergrub jedoch das hawkische Umfeld, indem sie auf ein Defizit von 1,84 Mrd. A$ drehte, bedingt durch einen Rückgang der Exporte um 2,7 % MoM gegenüber Erwartungen eines Überschusses von 4,25 Mrd. A$. Das verfehlte Ergebnis ist der wichtigste inländische Faktor, der die Rallye nahe mehrjähriger Höchststände begrenzt.
Im Vier-Stunden-Chart notiert AUD/USD bei 0,7203. Das Paar zeigt eine konstruktive kurzfristige Tendenz, da der Kurs über dem 200-Perioden-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 0,7125 handelt, was darauf hindeutet, dass die breitere Erholungsstruktur trotz des jüngsten Pullbacks von den Höchstständen der letzten Woche intakt bleibt. Der Stochastische RSI hat sich aus dem überkauften Bereich zurückgezogen, befindet sich aber weiterhin im positiven Bereich, was darauf hindeutet, dass das Aufwärtsmomentum sich abschwächt, aber derzeit nicht umkehrt.
Auf der Unterseite wird unmittelbare Unterstützung am 200-Perioden-EMA um 0,7125 erwartet, wobei ein Bruch diese bullische Struktur schwächen und den Weg für eine tiefere Korrektur in Richtung vorheriger Spannen-Tiefs öffnen würde. Solange die Käufer diesen gleitenden Durchschnitt auf Schlusskursbasis verteidigen, dürfte die breitere Tendenz nach wie vor nach oben gerichtet bleiben, wobei Rücksetzer zum EMA als potenzielle Kaufgelegenheiten im Rahmen eines Buy-the-Dip-Ansatzes betrachtet werden, sofern kein klarer Momentum-Einbruch erfolgt.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.