Das Paar USD/JPY verliert im asiatischen Handel am Mittwoch auf rund 157,65 an Boden. Der US-Dollar (USD) schwächt sich gegenüber dem japanischen Yen (JPY) ab, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Pause bei „Project Freedom“ in der Straße von Hormus ankündigte. Der US-ADP-Beschäftigungsbericht für April wird später am Mittwoch veröffentlicht.
Trump sagte am Dienstag, dass Iran und die USA sich darauf geeinigt hätten, dass die US-Blockade „in vollem Umfang bestehen bleibt“, „Project Freedom“ jedoch pausiert wird. Trump erklärte weiter, dies diene dazu, zu prüfen, ob eine Vereinbarung zwischen den beiden Ländern finalisiert und unterzeichnet werden kann. Der US-Präsident wies darauf hin, dass die Entscheidung auf Wunsch Pakistans und anderer Länder getroffen wurde und auf das zurückgeht, was er als „enormen militärischen Erfolg“ während einer US-Kampagne gegen den Iran bezeichnete.
Die Märkte bleiben nach vermuteten Interventionen durch japanische Behörden in erhöhter Alarmbereitschaft. Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte, Japan könne gegen spekulative Devisenbewegungen vorgehen. „Es wird wahrscheinlich eine weitere Runde signifikanter Interventionen benötigen, um den Dollar deutlich stärker zu drücken“, sagte Shaun Osborne, Chef-Währungsstratege bei Scotiabank.
Die US-Beschäftigungsdaten für April stehen am Freitag im Fokus. Dieser Bericht könnte die Zinserwartungen und die nächste Bewegung des Paares beeinflussen. Ökonomen erwarten, dass die US-Wirtschaft im April 60.000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat, während die Arbeitslosenquote im gleichen Zeitraum voraussichtlich stabil bei 4,3 % bleibt. Jegliche Anzeichen einer Verbesserung des US-Arbeitsmarktes könnten den Greenback gegenüber dem JPY kurzfristig stärken.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.