EUR/USD gibt nach, da Spannungen im Nahen Osten und Wetten auf Zinserhöhungen der Fed den US-Dollar beflügeln

Quelle Fxstreet
  • EUR/USD schwächt sich ab, da erneute Spannungen im Nahen Osten die Nachfrage nach dem US-Dollar ankurbeln.
  • Steigende Energiekosten erhöhen die Stagflationsrisiken in der Eurozone.
  • Händler erhöhen die Wetten auf Zinserhöhungen der Fed, wobei die Aufmerksamkeit nun auf den bevorstehenden NFP-Bericht gerichtet ist.

Der Euro (EUR) steht am Montag gegenüber dem US-Dollar (USD) unter Druck, da Berichte über erneute Angriffe im Nahen Osten den Greenback stärken.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts handelt EUR/USD um 1,1690 und liegt damit etwa 0,25% unter dem Vortag. In der Zwischenzeit notiert der US Dollar Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen abbildet, bei etwa 98,47 und setzt die Erholung vom Freitag aus der Nähe von Zweiwochentiefs fort.

Die Vereinigten Arabischen Emirate wurden erstmals seit einem fragilen Waffenstillstand Anfang April von Iran angegriffen. Nach einem Drohnenangriff wurde ein Brand an einer Erdölanlage in Fujairah gemeldet, während das britische Militär mitteilte, dass zwei Frachtschiffe vor der Küste der VAE in Flammen stehen.

Früher am Tag berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars, dass zwei Raketen ein US-Marinefahrzeug in der Nähe der Insel Jask getroffen hätten, nachdem es angeblich Warnungen der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) ignoriert hatte, anzuhalten. Ein US-Beamter bestritt jedoch, dass ein amerikanisches Schiff getroffen wurde, so Axios.

Die erneute Eskalation erfolgt, während Teheran offenbar die Kontrolle über die Straße von Hormus zu übernehmen versucht, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Marine-Mission mit dem Namen „Project Freedom“ angekündigt hatte, die darauf abzielt, gestrandete Schiffe aus der Wasserstraße zu geleiten.

Während diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Krieges im Gange sind, bleibt die Nuklearfrage ein zentrales Hindernis. Die steigenden Spannungen in der Straße von Hormus erhöhen das Risiko einer weiteren Eskalation und halten eine geopolitische Risikoprämie in den Ölpreisen verankert.

Der Anstieg der Energiekosten hat die Inflation in den wichtigsten Volkswirtschaften bereits nach oben getrieben, was die Zentralbanken veranlasst, eine hawkische Haltung beizubehalten. In den USA preisen Händler eine höhere Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhungen ein, wobei das CME FedWatch Tool die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der Dezember-Sitzung von nahezu null vor einer Woche auf rund 33 % ansteigen sieht.

Auf der Euroseite rechnen die Märkte mit mindestens zwei Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB). Die Zentralbank steht jedoch vor einem schwierigen Dilemma, da die hohe Energieabhängigkeit der Eurozone das Risiko einer Stagflation erhöht und den Spielraum der EZB für aggressive Maßnahmen einschränkt.

Vor diesem Hintergrund bleibt das Aufwärtspotenzial von EUR/USD begrenzt, es sei denn, es zeichnet sich eine klare Lösung des Konflikts ab, die zu einem Rückgang der Ölpreise führt. Mit Blick auf die Zukunft werden Händler die Entwicklungen in der US-Iran-Situation genau beobachten, wobei die Aufmerksamkeit auch auf die bevorstehenden US-Wirtschaftsdaten, einschließlich des Nonfarm Payrolls (NFP)-Berichts am Freitag, gerichtet sein wird, der die Zinserwartungen beeinflussen könnte.

US-Dollar - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Australischer Dollar.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD 0.24% 0.36% 0.13% 0.13% 0.46% 0.45% 0.24%
EUR -0.24% 0.07% -0.13% -0.10% 0.22% 0.21% -0.02%
GBP -0.36% -0.07% -0.21% -0.18% 0.14% 0.11% -0.08%
JPY -0.13% 0.13% 0.21% -0.03% 0.27% 0.27% 0.05%
CAD -0.13% 0.10% 0.18% 0.03% 0.30% 0.29% 0.10%
AUD -0.46% -0.22% -0.14% -0.27% -0.30% -0.03% -0.23%
NZD -0.45% -0.21% -0.11% -0.27% -0.29% 0.03% -0.21%
CHF -0.24% 0.02% 0.08% -0.05% -0.10% 0.23% 0.21%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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