Australischer Dollar steigt vor den chinesischen PMI-Veröffentlichungen leicht an

Quelle Fxstreet
  • Das Paar AUD/USD steigt im frühen asiatischen Handel am Donnerstag auf rund 0,7130.
  • Die australische VPI-Inflation stieg im März stark an, getrieben durch den Krieg im Nahen Osten, der die Energiekosten erhöhte.
  • Die Federal Reserve-Vertreter beließen die Zinssätze auf der April-Sitzung am Mittwoch unverändert.

Das Paar AUD/USD gewinnt im frühen asiatischen Handel am Donnerstag an Stärke und nähert sich 0,7130. Der australische Dollar (AUD) legt gegenüber dem US-Dollar (USD) aufgrund heißerer inländischer Inflationsdaten zu. Händler bereiten sich auf die Veröffentlichung der chinesischen Einkaufsmanager-Indizes (EMI) am Donnerstag vor, die dem von China abhängigen Aussie eine Richtung geben könnten.

Der australische Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im März im Jahresvergleich (YoY) um 4,6%, nach einem Anstieg von 3,7% zuvor, wie das Australian Bureau of Statistics (ABS) am Mittwoch mitteilte.

Obwohl die Zahl leicht unter der Prognose von 4,7% lag, bleibt sie deutlich über dem Zielbereich der Reserve Bank of Australia (RBA), was den Druck auf die Zentralbank erhöht, die Zinsen anzuheben. Dies bietet wiederum etwas Unterstützung für den AUD gegenüber dem USD. Der monatliche VPI lag im März bei 1,1%, verglichen mit dem vorherigen Wert von 0%.

Der Federal Open Market Committee (FOMC) stimmte am Mittwoch mit 8 zu 4 Stimmen dafür, die Zinssätze in einer Spanne von 3,5% bis 3,75% zu belassen. Dies war das erste Mal seit Oktober 1992, dass vier FOMC-Mitglieder widersprachen. Das Komitee stellte fest, dass „die Inflation erhöht ist, teilweise aufgrund des jüngsten Anstiegs der globalen Energiepreise.“

Fed-Vorsitzender Jerome Powell sagte während einer Pressekonferenz, dass er auch nach dem Ende seiner Amtszeit als Vorsitzender weiterhin als Fed-Gouverneur tätig sein werde. Kevin Warsh, Trumps nominierter Nachfolger, scheint auf dem Weg zu sein, Powell bei der Zentralbank abzulösen.

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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