Das Währungspaar AUD/JPY gewinnt im frühen europäischen Handel am Montag an Stärke und handelt um etwa 114,15. Berichte, dass Iran den USA einen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus und zur Beendigung des Krieges unterbreitet hat, verbessern die Marktstimmung und stützen risikoanfällige Währungen wie den Australischen Dollar (AUD). Die Zinsentscheidung der Bank of Japan (BoJ) und die australischen Inflationsdaten werden im Laufe der Woche im Fokus stehen.
Iran hat den USA einen neuen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus und zur Beendigung des Krieges unterbreitet. Der Plan sieht eine Verlängerung des Waffenstillstands vor, damit beide Länder auf eine dauerhafte Beendigung des Krieges hinarbeiten können. Das Weiße Haus erhielt den Vorschlag von pakistanischen Vermittlern, es ist jedoch unklar, ob die USA diesen weiterverfolgen wollen.
Der australische Verbraucherpreisindex (VPI) für März wird am Mittwoch veröffentlicht. Es wird erwartet, dass der VPI im März im Jahresvergleich um 4,7 % steigt, nach 3,7 % im Februar. Sollte der Bericht ein stärker als erwartetes Ergebnis zeigen, könnte dies die Wetten auf eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bps) bei der Sitzung der Reserve Bank of Australia (RBA) am 5. Mai festigen und den Aussie gegenüber dem japanischen Yen (JPY) stützen.
Es wird allgemein erwartet, dass die Bank of Japan (BoJ) die Zinsen bei 0,75 % unverändert lässt. Die japanische Zentralbank soll weiterhin die Inflationsdrucke auf die japanische Wirtschaft durch höhere Energiekosten bewerten. Die Sitzung folgt auf die Mitteilung der japanischen Regierung in der vergangenen Woche, dass die Verbraucherinflation im März zum ersten Mal seit fünf Monaten wieder beschleunigt hat.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.