Strategen der Scotiabank, Shaun Osborne und Eric Theoret, berichten, dass schwächere Ifo-Daten aus Deutschland – belastet durch Spannungen im Golfraum und Sorgen um Energiepreise – die Wachstumsaussichten für die deutsche Wirtschaft eingetrübt haben, den Euro jedoch zunächst kaum beeinflussten. Das Währungspaar EUR/USD hat sich nach einem leichten Rücksetzer erholt, wobei kurzfristige technische Indikatoren auf eine Stabilisierung der Verluste im Bereich wichtiger Unterstützungen und Spielraum für eine moderate Erholung in Richtung jüngster Widerstände hindeuten.
„Die Ifo-Umfrage aus Deutschland fiel für April schwächer als erwartet aus, da Spannungen im Golfraum und Sorgen über Energiepreise die Erwartungen (83,3) belasteten, die auf den niedrigsten Stand seit 2023 sanken. Der schwache Geschäftsklimaindex (84,4) und die Erwartungen trüben die Aussichten für das deutsche Wirtschaftswachstum und deuten bestenfalls auf ein schleppendes Wachstumstempo hin.“
„Die Daten hatten jedoch nur geringe Auswirkungen auf den Euro, wobei der Kassakurs nach einem leichten Rückgang wieder anzog und zu Beginn des nordamerikanischen Handels auf Tageshochs gehandelt wurde.“
„Neutral bis leicht positiv – Kurzfristige Preissignale deuten darauf hin, dass sich die Verluste des Euro im Bereich von 1,1675 (Unterstützung) stabilisieren. Im Tagesverlauf könnten die Gewinne über 1,1700 hinaus ausgedehnt werden – ein Niveau nahe dem Hoch vom vergangenen Freitag (und einer möglichen Obergrenze eines bullischen Keilmusters) – mit dem Ziel, 1,1745/65 zurückzuerobern.“